Technik:
50 Acrylglasplatten, digital bedruckt, von innen in die Fensterleibungen eingehängt und von 50 Lichtmodulen hinterleuchtet

Inhaltliche Beschreibung:
Anlässlich der Neueröffnung des Museums Zeughaus der Reiss-Engelhorn-Museen realisierte Elisabeth Brockmann an der über 1000 Quadratmeter großen Barock-Fassade eines der derzeit größten Lichtkunstwerke in Europa. Die Düsseldorfer Künstlerin, ehemals Schülerin von Gerhard Richter, die mit ästhetischer List immer wieder das Publikum zum Staunen bringt - so beispielsweise mit ihren im wörtlichen Sinn überragenden Installationen am Dresdner Albertinum und an der Münchner Oper - hat hier das Abbild einer menschlichen Fassade digital zerlegt und so bearbeitet, dass sich die 50 einzelnen Lichtinstallationen scheinbar nahtlos in die architektonische Fassade einfügen und dem Zeughaus „ein Gesicht verleihen.“ Jedes einzelne Element ist malerisches Detail eines Blickes aus den stummen Augen einer Schaufensterfigur. Erst aus der Ferne fügen sich die strahlenden Bildtafeln zu einem scheinbar menschlichen Blick zusammen, der bei Tag und bei Nacht über den ehemaligen Exerzierplatz vor dem Zeughaus schweift. Den Passanten begegnet und folgt er, als sei er nicht Kunst, sondern Teil ihres Lebens.
Quelle: Informations-Blatt des Museums anläßlich der Eröffnung am 24. Januar 2007.