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Wir sind Künstler*innen, keine Jurist*innen. Wir erleben die Wirklichkeit. Wir denken dabei nicht in Zuständigkeiten. Wir halten uns aber an den Artikel 14 des Grundgesetzes: Eigentum verpflichtet. | Wir gehören fast alle zu der übergroßen Mehrheit von Menschen, die keine Besserverdiener*innen sind. Wir erleben, wie Jahr um Jahr hundert- und tausendfach Künstler*innen ihre Wohnungen durch Mietsteigerungen und " Eigenbedarfs"- Kündigungen verlieren. Wir erleben, wie wir bezahlbare Ateliers verlieren, wie Ausstellungs- und Aufführungsorte verdrängt werden. Wir müssen zusehen, wie Spekulation und neoliberal entfesselter Finanzkapitalismus nicht nur den sozialen Zusammenhalt der Stadtgesellschaft sprengen, sondern Berlins Zukunft als Metropole von Kunst und Kultur an sich in Frage stellen. Was falsche Boden- und Wohnungspolitik verdrängt, vertreibt, vernichtet, kann durch die richtigste Kulturpolitik nicht repariert werden. | Es wird Zeit, dass der Bund nun endlich tut, was Länder und Kommunen nicht können oder offenbar nicht dürfen: - wirksam sofort den asozialen Anstieg der Mieten in Ballungsräumen eindämmen, eine echte Mietpreisbremse schaffen, dabei auch Gewerbemietverhältnisse einbeziehen; - Boden- und Steuerrecht reformieren, damit Gewinne aus leistungsloser Boden- und Wohnraumspekulation restlos abgeschöpft werden und ihnen damit dauerhaft der Boden entzogen wird; - das Grunderwerbssteuerprivileg von Kapitalgesellschaften endlich beseitigen; - den Missbrauch der Eigenbedarfsanmeldungen gesetzlich unmöglich machen; - die Bundesmittel für den Sozialen Geschosswohnungsbau vervielfachen, damit der Mangel an bezahlbarem Wohnraum (unbezahlbaren gibts genug) wenigstens mittelfristig überwunden werden kann - nur so konnte historisch und nur so kann auch heute der Wohnungsnot in den Städten ernsthaft begegnet werden. | Schon jetzt sagen wir als Berufsverband der Bildenden Künstler*innen Berlins: für Künstler*innen sind im September nur Parteien wählbar, die solche oder vergleichbare Positionen beziehen. Wer der Zerstörung unserer urbanen Lebensgrundlagen weiter untätig zusehen und faktisch nur Kapitalinteressen bedienen will, ist für uns: unwählbar.

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Kulturpolitische Relevanz des Themas „Kulturelle Teilhabe in Berlin“ und Ausgangssituation der vorliegenden empirischen Studie zur kulturellen Teilhabe der Berliner Bevölkerung | Kulturelle Teilhabe ist seit vielen Jahren eines der zentralen Themen der deutschen Kulturpolitik im Allgemeinen und der Berliner im Besonderen. So wird ihm auch in der aktuellen Legislaturperiode in den Richtlinien der Regierungspolitik (RdR) des Berliner Senats für die 18. Wahlperiode ein besonders heraus-ragender Stellenwert eingeräumt. | Daraufhin hat die Senatsverwaltung für Kultur und Europa verstärkt öffentliche Mittel vergeben für die fundierte Beratung und Förderung vielfältiger bestehender und neu entstandener Kultur- und Freizeitangebote, Initiativen und Modellprojekte, die auf eine größere und breitere Kulturelle Teilhabe abzielen. | Eine zentrale Grundlage für die Entwicklung jedweder Kultureller Teilhabe-Strategien von Kultureinrichtungen sowie von Kulturpolitik und -verwaltung sind vertiefte Kenntnisse über (potenzielle) Besucher*innen von Kulturangeboten. Die Berliner Kulturpolitik verpflichtet sich in der aktuellen Legislaturperiode daher, die entsprechende Planungs- und Entscheidungsgrundlage durch den Ausbau der Datenlage zu Kultureller Teilhabe zu verbessern. Ziel dieser Maßnahme ist es, ein möglichst umfassendes Basiswissen zu generieren für die strategische Arbeit von Kulturpolitik und -verwaltung (Entwicklung von Teilhabe-Strategien, deren praktischer Umsetzung sowie Evaluation) sowie Kultur- und Freizeit-einrichtungen (v. a. Hinweise für die Entwicklung neuer Angebote, Vermittlungs-/Marketingstrategien und deren Erfolgsmessung). | Mit dem Vorhaben, die Datenlage zur Kulturellen Teilhabe auszubauen, ist Berlin bundesweiter Vorreiter, denn insgesamt kann diese in Deutschland im Vergleich zu anderen west-lichen Ländern noch deutlich verbessert werden.

IKTF Kulturelle Teilhabe 2019

Gesiebt, geätzt, geritzt: Die Druckkunst ist eine demokratische Technik. Im digitalen Zeitalter fasziniert sie aufs Neue – besonders auch in Berlin. Berlin ist die Stadt der digitalen Kunst und des Kupferstichs. Das eine schließt das andere nicht aus, ja die Arbeit mit den Daten und die Sehnsucht nach dem Handwerk verstärken sich sogar gegenseitig. Wo man in Sekundenschnelle jedes Detail eines Bildes manipulieren kann, wünscht man sich umso mehr die Handarbeit zurück. | Die Druckwerkstatt im Kulturwerk des berufsverbands bildender künstler*innen berlin (bbk berlin) ist die umfangreichste künstlerische Druckwerkstatt weltweit, zumindest im nicht-kommerziellen Bereich. Sie existiert seit 1955, zog 1973 ins Kunstquartier Bethanien am Mariannenplatz. Wer hier durch die Archive blättert – viele Künstler hinterlassen einen Original-Druck für die Sammlung der Werkstatt – entdeckt ein Stück Nachkriegs- Kunstgeschichte: Elvira Bach, A.R. Penck, K.H. Hödicke, Wolfgang Petrick und viele andere haben hier gedruckt. | Hochdruck, Flachdruck, Radierung, Lithographie, Siebdruck, alles ist möglich. Für jede Technik gibt es einen Spezialisten, der die Pressen kennt. Es gibt eine Buchbinderei und eine Papierwerkstatt, in der sogar der Vatikan bestellt. Wenn einmal im Quartal die Termine vergeben werden, stehen Künstler aus Berlin und anderswo schon morgens in der Schlange, um einen der begehrten Werkstatttermine zu ergattern. | Der Artikel von Birgit Rieger im Tagesspiegel vom 15.03.2021 ist nachzulesen unter:

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In diesem Zusammenhang ist es notwendig, dass zur Stabilisierung der KSK auch in 2021 ein Entlastungs-Zuschuss des Bundes gewährt wird, um Corona-bedingte Engpässe auf der Einnahmeseite der KSK auszugleichen und den Abgabesatz für die Verwerter*innen stabil zu halten. | Die Allianz der Freien Künste fordert den Gesetzgeber auf – für die Dauer der Pandemie und eine Übergangsphase bis mindestens Ende 2022 – die Zuverdienstgrenzen für nicht-künstlerischen selbstständigen Nebenverdienst auszusetzen oder deutlich anzuheben bzw. eine Regelung zu treffen, die für KSK-Versicherte den Bestandsschutz in der Kranken- und Pflegeversicherung trotz Überschreitens der Zuverdienstgrenze gewährleistet. | Ähnliche Forderungen wurden bereits von ver.di, vom Deutschen Kulturrat, vom Deutschen Musikrat und anderen Verbänden vorgebracht. | Solange die Zuverdienstgrenze für nicht-künstlerischen selbstständigen Nebenverdienst in der jetzigen Form besteht, ist für die KSK-Mitglieder entscheidend, ob eine monatliche Betrachtung (derzeit 450 Euro pro Monat) oder eine jährliche Betrachtung (derzeit 12 mal 450 Euro = 5.400 Euro pro Jahr) erfolgt. Die Allianz der Freien Künste fordert, dass die Zuverdienstgrenze in jedem Fall auf das gesamte Jahr gerechnet werden kann. Dadurch hätten die Versicherten die Möglichkeit, die bestehenden Zuverdienstmöglichkeiten – generell und besonders während der Krise – voll auszuschöpfen. | Die Allianz der Freien Künste fordert den Gesetzgeber auf, durch entsprechende Nachbesserungen beim Zugang zur Grundrente schnellstmöglich die Spätfolgen der Corona-Pandemie für die soziale Absicherung der Künstler*innen im Alter abzufedern. Unabhängig von der Corona-Situation muss der Zugang zur Grundrente für (hauptberufliche) Künstler*innen mit unterdurchschnittlich geringem Einkommen ermöglicht werden. | Zur Stabilisierung der KSK-Systems muss auch in 2021 ein Entlastungs-Zuschuss des Bundes gewährt werden, um Corona-bedingte Engpässe auf der Einnahmeseite der KSK auszugleichen und den Abgabesatz für die Verwerter*innen stabil zu halten.

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Am 15. Februar um 10 Uhr hat sich das neue Bündnis "Kultur Räume Berlin“ und ihre Akteur*innen der Öffentlichkeit vorgestellt. | Das Bündnis für Raum für die künstlerische Arbeit der Freien Szene, übernimmt ab 2021 die Aufgaben im Arbeitsraumprogramm von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa mit dem Ziel, Arbeits- und Produktionsräume weiterhin für alle Kunstsparten zu schaffen und zu sichern. Die eigens gegründete Kulturraum Berlin GmbH wird das operative Geschäft koordinieren und neue Wege ermöglichen. | Das Atelierbüro im Kulturwerk des bbk berlin feiert dieses Jahr sein 30 jähriges Jubiläum. Es entwickelt und vermittelt Ateliers und -wohnungen und berät Künstler*innen der Sparte Bildende Kunst in Atelierfragen. | Das Atelierbüro wird im Rahmen des neuen Bündnisses auch weiterhin Ihr Ansprechpartner für geförderte Ateliers sein. Darüber hinaus verfügt das Atelierbüro über ein breiteres Angebot an Atelierräumen, als das neue Bündnis für die Bildende Kunst abbilden kann und bleibt weiterhin die Anlaufstelle für Bildende Künstler*innen in Punkto Raumfragen. | Ziel des Bündnisses ist es, durch die Kooperation und die verschiedenen Expertisen der Akteur*innen die Prozesse agiler und effizienter zu gestaltet. So soll eine nachhaltige und räumliche Infrastruktur für die Künstler*innen Berlins geschaffen und ausgebaut werden. | Das Bündnis Kultur Räume Berlin kann eine große Chance sein, kommunale und zivilgesellschaftliche Kräfte und Akteure besser miteinander zu vernetzen, um der Raumnot, die alle künstlerischen Sparten und Arbeitsweisen gleichermaßen betrifft, wirksamer begegnen zu können. Dabei kommt es darauf an, gerade die zivilgesellschaftlichen Akteure zu stärken, sich unmittelbar an den Bedarfen der Künstler*innen und der künstlerischen Arbeit zu orientieren und – wie bisher seit Jahrzehnten in der Atelierförderung für Bildende Künstler*innen praktiziert – transparente, faire und von politischen Einflüssen freie Arbeitsraumentwicklungs- und Vergabeverfahren zu gewährleisten. Hier ist noch vieles offen. Es kann nicht darum gehen, das Rad neu zu erfinden, sondern das Bündnis wird nur dann ein gutes Vorhaben sein, wenn alle Beteiligten ihre Stärken ausspielen können und die dafür nötigen Mittel zur Verfügung haben – auch das Atelierbüro. Link zu youtube: Pressekonferenz zur Vorstellung des Bündnisses "Kultur Räume Berlin“:

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Aufruf zur Beteiligung an der Kampagne Wir.Sind.Kultur. Ohne Kultur keine Gesellschaft. Wir brauchen ein Kulturfördergesetz für Berlin! Unsere Ziele: Berliner Kulturschaffende durch die Krise bringen, Kulturszene in Berlin wieder aufbauen und Berliner Kultur mit einem Kulturfördergesetz nachhaltig absichern. Kultur ist lebenswichtig! Aber wie sie entsteht, arbeitet, lebt, bleibt oft unbeachtet. Die Corona-Krise hat uns den gesellschaftlichen Wert von Kultur und kultureller Teilhabe neu bewusst gemacht. Vielen Menschen fehlt etwas Wichtiges, wenn Konzerte und Proben nicht stattfinden, Theater, Museen und Clubs geschlossen sind. Kultur stärkt den Zusammenhalt der Gesellschaft. Sie macht Berlin so attraktiv. Ensembles und Vereine, Institutionen und Initiativen: Kultur schafft soziale und öffentliche Räume. Für Aktive und Publikum bedeuten sie Kontakt und Gemeinschaft, ja: Heimat. Abgeleitet aus Art. 20. Absatz 2 der Landesverfassung soll der gesellschaftliche Stellenwert von Kunst und Kultur in einem Gesetz ausgestaltet werden. Verbunden ist damit das Ziel der Herstellung stärkerer Transparenz, Verlässlichkeit und Beteiligung durch einen regelmäßigen und verbindlichen öffentlichen und parlamentarischen Diskurs über Kunst und Kultur. Dies kann durch die Vereinbarung regelmäßiger Planung und Berichterstattung, die in einen partizipativen Prozess eingebettet ist, erreicht werden.

Wir.Sind.Kultur.

Die Zeitschrift erscheint einmal im Jahr. Auf Anfrage können Sie 'kunststadt stadtkunst' als Printversion über das Büro für Kunst im öffentlichen Raum des bbk berlin GmbH erhalten. Sie informiert über Kunstwettbewerbe in Berlin, Projekte und Aktivitäten des Büros für Kunst im öffentlichen Raum und nimmt an kulturpolitischen Debatten teil, die den öffentlichen Raum zum Thema haben. Sie bezieht auch internationale Entwicklungen in ihre Berichterstattung mit ein. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Thema „Kunst und Gedenken".

stadtkunst kunststadt 67 2020 Titelbild

Auszug: Der zweite Corona-Lockdown hat auch die Bildende Kunst hart getroffen. Wir sind inmitten einer Pandemie und die Infektionszahlen weiterhin beunruhigend. Trotzdem hofft die gesamte Kulturszene auf eine baldige, schrittweise Wiedereröffnung von Theatern, Kinos, Musikhäusern und Ausstellungsorten. Der Deutsche Kunstrat fordert, hier die Orte der Kunst besonders früh in das Blickfeld zu nehmen! ... Kunsthäuser sind Orte der sinnlichen Erfahrung, der Regeneration und des Nachdenkens. Es sind Orte, an denen wir mit den verschiedenen Facetten unseres Lebens und differenzierten Blicken auf Gegenwart und Vergangenheit konfrontiert werden. Es sind auch Orte des Innenhaltens, der Teilhabe und der Demokratiebildung. Neben dem Verlust für die Kunsthäuser, die fertige Ausstellungen ungesehen wieder schließen mussten, ist das Fehlen von Kunsterlebnis vor allem auch ein gesellschaftlicher Verlust. Daher fordert der Deutsche Kunstrat als Spitzenverband der Bundesverbände der Bildenden Kunst eine schrittweise Wiedereröffnung der Kunstorte, sobald die Pandemie-Bedingungen es erlauben.

Logo Deutscher Kunstrat

Die 19 in der Allianz der Freien Künste organisierten Bundesverbände sind mit großer Sorge in das neue Jahr gestartet. Noch immer gibt es keine wirksamen Hilfen für soloselbstständige Künstler*innen in der Coronakrise – mit zum Teil irreversiblen Folgen für das kulturelle Leben in Deutschland. Die Kunst- und Kulturschaffenden sind seit Beginn der Krise stärker als nahezu alle anderen Branchen von den Folgen der Pandemie betroffen. Für die Mehrzahl der Akteur*innen ist die Ausübung ihrer Berufe seit Monaten nicht oder nur sehr stark eingeschränkt möglich. | Neustarthilfe für Soloselbstständige: Die für Januar 2021 angekündigte Neustarthilfe für Soloselbstständige im Rahmen der Überbrückungshilfe III kann immer noch nicht beantragt werden! Zudem wird für die Mehrheit der soloselbstständigen Künstler*innen der in Aussicht gestellte pauschale Betriebskostenzuschuss aufgrund ihrer verhältnismäßig niedrigen Jahresumsätze deutlich unter 500 Euro pro Monat liegen. | November- und Dezemberhilfen: Hier ist eine Vielzahl der freischaffenden Künstler*innen von der Antragstellung ausgeschlossen: Sie zählen bestenfalls zu den »indirekt Betroffenen« und müssen nachweisen, dass 80 % der ausgefallenen Umsätze mit von den Schließungen direkt betroffenen Auftraggeber*innen realisiert worden wären. Dies ist aufgrund der sehr heterogenen Erwerbsstruktur in der freien Szene nur selten möglich. | Intransparenz: Unter denjenigen, die diese Hilfen dennoch in Anspruch nehmen konnten, besteht die große Sorge, Gelder zurückzahlen zu müssen, da die komplexen Zugangsvoraussetzungen unnötigen Interpretationsspielraum lassen und zum Teil erst im Nachhinein klar werden. Permanent werden die Rechtsgrundlagen und FAQ zu den Corona-Hilfen geändert – zum Teil mit dramatischen Folgen für die Antragstellenden. Auskünfte zu spezifischen Fragen, die sich für sie im Kulturbereich ergeben, werden generell nicht erteilt. Hier braucht es endlich Verlässlichkeit und Rechtssicherheit.

Logo - Allianz der Freien Künste

Corona-Unterstützung für besonders betroffene Künstler*innen 60+, die noch keine Hilfe 2020 erhalten haben: Die Giesecke + Devrient Stiftung hat dem bbk berlin 58.333 Euro zugewendet. Dieser Betrag soll dazu verwendet werden, bildende Künstler*innen aus Berlin bzw. deren Projekte zu unterstützen, die besonders hart von den Covid-19 Folgen betroffen sind. Besonders betroffen sind Künstler*innen, die auch nach Jahrzehnten intensiver künstlerischer Arbeit von den laufenden Einnahmen aus der künstlerischen Tätigkeit abhängig sind, ohne irgendwelche Rücklagen bilden zu können. Ihre Einnahmen reichen selbst in Nicht-Krisen-Zeiten meist gerade zum Lebensunterhalt. Zugleich wird diese Zielgruppe von öffentlichen Förderungen nicht oder nicht ausreichend erreicht. Antragsberechtigt sind bildende Künstler*innen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben und in Berlin künstlerisch tätig und gemeldet sind. An 29 Berliner Künstler*innen soll ein Zuschuss von jeweils einmalig 2.000 Euro ausgezahlt werden. Künstler*innen können sich direkt für den 60+ Zuschuss bewerben. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass bildende Künstler*innen aus Berlin, die selbst Mitglieder der KSK oder eines Berufsverbands der Bildenden Kunst sind, Kolleg*innen für den 60+ Zuschuss vorschlagen können. Die Zuschüsse werden durch einen unabhängigen Beirat vergeben, der ausschließlich aus bildenden Künstler*innen besteht. Dem Beirat gehören an: Michael Bause, Annette Frick, Käthe Kruse, Herbert Mondry und Caro Suerkemper. Auswahlkriterien sind ähnlich wie bei der bewährten Atelierförderung in Berlin nach sozialer und beruflicher Dringlichkeit. Über das Ergebnis der Beiratsentscheidungen werden alle Antragsteller*innen Anfang April 2020 informiert. Die Namen der geförderten Künstler*innen werden der Öffentlichkeit bekannt gegeben.

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