Fritz Balthaus

Petri-Pegel

2014

Preisträger, zweiphasiger Kunstwettbewerb
Kunststandorte Petriviertel, wird realisiert

>Petri-Pegel

Die Außenarbeit thematisiert die wiederkehrenden Überflutungen des Petriparks und hat dieser ortsspezifischen Ausnahmesituation eine bleibende Form gegeben. Wenn Gegenstände schräg aus dem Wasser ragen, tritt das Phänomen der Lichtbrechung und deren optischen Verzerrung auf. Der Kunstvorschlag besteht nun darin die rein optische Erscheinung der Lichtbrechung als tatsächliche Formveräderung in den Objekten zu realisieren: In eine Parklampe, einen Mülleimer, einen Findling und drei Fahrradständern wird die Lichtbrechung tatsächlich eingeschrieben. Die optischen Verzerrungen des dagewesenen Wassers bleiben als Schnitte und Knicke in den materiellen Objekten zurück, wenn das Wasser wieder zurückgegangen ist. Weil hier der Licht-, Luft- und Wasserraum in einer Skulptur zusammenkommen, bleiben die Wassereffekte auch im Trockenen zurück. Nebeneinanderstehend bilden die vier Objekte nun eine imaginäre Wasserlinie. Der PETRIPEGEL erinnert an einen gewesenen Wasserstand. Der Ausnahmezustand den das mächtige Hochwasser regelmäßig erzeugen wird, hinterläßt zudem eine leicht windschiefe Parklampe, einen leicht gekippten Abfalleiner und Fahrradständer die durch die Überschwemmung aus dem Lot geraten zu sein scheinen.