Screening 2025 der Medienwerkstatt im Medienlabor / Kunstquartier Bethanien
Polygon Picknick
Die Medienwerkstatt zeigt an zwei Abenden, am 14. und 15. Oktober 2025, Video- und Audioarbeiten von Nutzer*innen der Werkstatt, die in Inhalt, Form oder Produktionsweise Solidarität thematisieren oder praktisch umsetzen. Es findet 2025 zum ersten Mal in unseren eigenen Räumen, im Medienlabor, dem ehemaligen Kesselhaus, statt.
Wir haben von euch viele spannende sehr vielfältige Beiträge zu diesem Thema erhalten und freuen uns nun auf deren Präsentationen im Medienlabor.
Den Titel Polygon Picknick verstehen wir als Erweiterung der Kinoleinwand zu einem kommunikativen Vieleck. Er steht für eine offene Vielfalt künstlerischer Perspektiven verbunden mit dem Wunsch zum gedanklichen Austausch - und somit bedanken wir uns ausdrücklich bei allen Künstlerinnen und Künstlern für ihre Einreichungen und freuen uns auf interessante Gespräche und Diskussionen zwischen und nach den Vorführungen bei Snacks und Getränken.
Euer Team der Medienwerkstatt
insbesondere Ilka Forst und Jo Zahn
Teilnehmende Künstler*innen:
Alina Amer | Antoanetta Marinov | Aurelio Kopainig | Balz Isler & Jo Zahn | Christa Biedermann | Claudia Busching | Corinna Rosteck | Daniela Comani | Deborah S. Phillips & Melina Pafundi | Ellen Louise Weise & OFRIN | Gabriel Bellone | Gaby Schulze | Gökcen Dilek Acay & Marcus Sternbauer | Herbert Liffers | Hobby R. | Ian Joyce | Joke Lanz & Sudden Infant & Ilka Forst | Keita Hayashi | Kim Annika Welling | Linda Weiss | Lioba Von den Driesch | Manuela Johanna Covini | Maria Koehne | Maria Korporal | Marie Weil | Nikola Hamacher | Nonoho Suzuki | Rinne Shimazu | Sandra Becker | Sharon Paz | Stephanie Hanna | The Hidden Cameras/ Joel Gibb | Verena Kyselka | Wojtek Skowron
Dienstag, 14. Oktober 2025
Programm 1
- Stephanie Hanna | "as long as people are"
- Marie Weil | "10 Minuten solidarisch"
- Rinne Shimazu | "Bis-cuire”
- Daniela Comani | "Reversal Exercise"
- Sharon Paz | "ACCEPTING CHANGES"
Programm 2
- Nonoho Suzuki | "ABURIDASHI Assortment: Video Letters written in invisible ink"
- Balz Isler & Jo Zahn | "IUXTA"
- Kim Annika Welling | "Out of reach (Feuerland)" / „Außer Reichweite“
- Herbert Liffers | “KHMYZ"
- Joke Lanz & Sudden Infant & Ilka Forst | "Head"
Programm 3
- Verena Kyselka | "Visual Voices in Disremembered Histories"
- Ellen Louise Weise & OFRIN | "Always Never Always"
- Nikola Hamacher | "Bruna Double"
- The Hidden Cameras/ Joel Gibb | “How do you love?"
- Ian Joyce | "Ú-C-R-Á-I-N"
- Christa Biedermann | „Wo bleibt die ‚Halle für Alle‘?“
Mittwoch, 15. Oktober 2025
Programm 1
- Deborah S. Phillips & Melina Pafundi | "Tornosolada Sororidad Dada"
- Manuela Johanna Covini | "Conditio Humana"
- Lioba Von den Driesch | „Wäscheleine"
- Aurelio Kopainig | "C0428"
- Gabriel Bellone | "Hell"
- Linda Weiss | "swift (relentless structure)"
- Gaby Schulze | "Solidarity!"
Programm 2
- Gökcen Dilek Acay & Marcus Sternbauer | "IchundIchs"
- Claudia Busching | "Wald"
- Alina Amer | SARABOFORNIA"
- Antoanetta Marinov | "Hunger – so etwas Ähnliches"
- Sandra Becker | "Alltagsheld*innen"
- Corinna Rosteck | "How long is now"
Programm 3
- Maria Korporal | "Song of the Open Road"
- Maria Koehne | "Stadtsoziologie / Bizim Mietenpolitik"
- Wojtek Skowron | „Sacrifice"
- Keita Hayashi | "JOKAI FRAME"
- Hobby R. | "Making Of"
Polygon Picknick - Screening 2025
Statements der Künstlerinnen zu den eingereichten Arbeiten
"SARABOFORNIA" | 2025 | 3:06 Minuten | Video Art (one-channel installation)
Through a staged tourist guide overlaid with raw 3D fragments, the video invites viewers into the fictional planet Sarabofornia — a landscape where spectacle, bureaucracy, and cultural clichés collide with the unresolved realities of war and displacement.
"Hunger – so etwas Ähnliches" | 8:42 Minuten | 2012
Hunger – oder etwas sehr Ähnliches – sind Schauspieler und Schauspielerinnen aus dem Viertel, die eine Szene - von der Künstlerin in der Stadt beobachtet - im Wald rekonstruieren. Es war das Bild eines älteren Mannes in einem weißen T-Shirt, der die Menschen in der U-Bahn mit empörter Stimme aufforderte, ihm zu helfen, denn er habe Hunger. Dem energischen, empörten Betteln in der Stadt wurde, durch die Rekonstruktion in der Wald Kulisse der Schönholzer Heide, Aufmerksamkeit geschenkt.
"C0428" | 5:10 Minuten | 2024 | Einkanalvideo, 16:9, 4K
Bild- und Audioaufzeichnung, den Klang erzeugen Ameisen, Regen und der Wind.
IUXTA | 10 Minuten (Ausschnitt) | 2022 | experimentelles Video
ursprünglich 2 Kanal Videoinstallation
IUXTA (lat. „nebenan, daneben, ganz in der Nähe“) findet in der dialogischen Form eines Videobriefs zwischen Berlin und der dänischen Insel Møn statt. Im Austausch der Bilder und Töne treten diese in einen gemeinsamen Denkraum ein und erzeugen ein Echo in Antworten, Assoziationen und Erinnerungen.
„Wo bleibt die ‚Halle für Alle‘?“ | 8:40 Minuten | 2025
Mit Ton/ DOK und Trick
DOK 1 der Aktion „Faire Share“ vor der Berliner Nationalgalerie am 08.03.2022.
Trickmontage mit dem Boxer, um an die seit langer Zeit vom bbk berlin geforderte „Halle für Alle“ in den seit 80(!) Jahren LEERSTEHENDEN Flughafengebäuden Tempelhof zu erinnern.
DOK 2 von der Demo gegen die Sparmaßnahmen im Kulturbereich Berlin am 29.11.2024
"Wald" | 2:21 Minuten | 2020
Sprache: Deutsch
Dieses Video entstand nach einer Fahrradtour mit meiner Kollegin Angela Lubic durch Brandenburg im Rahmen
des jährlichen Projektes von
Endmoräne e.V.
"How long is now" | Performance: Iris de Boor | 5:20 Minuten | 2022
Das Ungreibfbare, Solidarische, repräsentiert durch die Hände, das Zupacken, das Miteinander, das Suchen und Er- Greifen, Klammern etc.... alles, was Hände repräsentieren in einem Kirchenraum mit der Performerin Iris de Boor aufgenommen, die sich die entwidmete St Johannes Kirche/Auguststrasse „einverleibt“. Musikalisch-bildnerische Szenen zwischen Altarraum- Klangkuppel und Säulenlabyrinth. Eine Interaktion im Zusammenspiel von Licht, Tönen und Weite des Kirchenschiffes der Johannes - Evangelist- Kirche in Berlin- Mitte.
Tanz durchmisst im Rhythmus der Bewegungen die Zeitachsen eines 'himmlischen Ortes', es entstehen un-greifbare Bilder; ein energetischer Moment, dem nachgespürt wird - bis dieser zu 'schwingen' beginnt.
"Reversal Exercise" | 5 Minuten | 2024 | Video loop
Sprache: English, German, Italian
The video work "Reversal Exercise“ reveals the working process of the series "You Are Mine": We see a computer screen and watch as a cursor changes the gender in reports about femicide in real time. Here the viewer takes the place of the artist sitting behind a screen and witnesses how the narrative swiftly and dramatically changes with a simple yet subversive gesture.
"Tornosolada Sororidad Dada" | 4 Minuten | 2019 |16mm Film
stumm
Ein Film in dem die Idee, Gegenstände von einer Hand zu einer andere zu reichen, als Handlung. Eine Kollaboration zwischen 2 unterschiedliche Künstlerinnen, 2 Generationen. Entwickelt bei verschiedene Temperaturen, um 4 Originalfilme zu realisieren.
"Always Never Always" | 6:10 Minuten | 2017
Sprache: Englisch
Das Video setzt sich zusammen aus Aufnahmen, die teils meinen Arbeitsprozess -Tusche und Pinsel - sowie Bewegungen, Begegnungen mit der Natur zeigen. Über diesen Filmaufnahmen liegt ein Song von OFRIN (Videokünstlerin und Musikerin) und das gesamte Video "Always Never Always" wurde von ihr produziert, auch Idee zur Umsetzung ist im Wesentlichen von ihr. In der Arbeit geht es um Berührung und Begegnung, die Sehnsucht danach und darum, fast nie dieser Sehnsucht gerecht werden zu können. Es geht aber auch um Dauer, Ausdauer, um eine Bewegung in uns, Verbundensein.
"Hell" | 2:38 Minuten | 2025 | 16mm Film
Sprache: English
Evil’s real
Solidarity requires solidity of values despite consequences, for the betterment of humanity hell must be visible.
"Solidarity!" | 3:55 Minuten | 2025 | 3D-Animationen, Zeitrafferaufnahmen
digital erstellter Sound)
Das Polarlicht ist ein kollektives Phänomen – niemand besitzt es, es gehört allen, die es sehen.
Solidarität funktioniert ähnlich: Sie ist nur möglich, wenn Menschen ein gemeinsames Erlebnis (oder Ziel) teilen.
"IchundIchs" | 8:17 Minuten | 2022 | 2-Kanal-Video
Sprache: Englisch
Eine irritierende, theatralische und zugleich humorvolle Arbeit, die um eine alltägliche und gleichzeitig existenzielle Frage kreist: Wer bin ich heute? Durch diese vielschichtige Selbstdarstellung hinterfrage ich Konzepte von Authentizität, Autorschaft und Identität im digitalen Zeitalter. IchundIchs untersucht, wie Identität konstruiert, gespalten und vervielfältigt werden kann – sowohl durch Performance als auch durch Technologie.
“KHMYZ" | 8:34 Minuten | 2023
Experimentelle Musik & Mixed Media Art aus der Ukraine in Berlin Lichtenberg
Aufgrund des Krieges in der Ukraine hat die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa Mittel bereit gestellt um ukrainischen Künstlern, die sich auf Grund des Krieges in Berlin aufhalten die Möglichkeit zu geben, ihre Kunst zu präsentieren.
"Making Of" | 10 Minuten | 2025
Sprache: Deutsch, teilw. Englisch
Making Of" schildert in Bild, Ton & Wort zu den Umständen der Herstellung einer Arbeit des Monteur/Cutter/Kompositeur Hobby R.
"Ú-C-R-Á-I-N" | 08:01 Minuten | 2024 | Sprache: Irish
Footage of Straw bales on the outskirts of Cambridge, as a contemplation on the absurdity and necessity of codifying art as a war protest
"HEAD" | 4:55 Minuten | 2022 | Sprache: Englisch | Song vom Album: Lunatic Asylum
Jeder hat auf irgendeine Art und Weise einen Kopf - ja, genau manchmal da, wo sich Klischees, Hass, Abgrenzung gerne mal festsetzen - es könnte aber diese nüchterne Feststellung als einfacher gemeinsamer Nenner auch entwaffnend sein. Dieses Musikvideo ist zum Release des Albums Lunatic Asylum als Zusammenarbeit zwischen dem Musiker und Klangkünstler Joke Lanz, der Band Sudden Infant und Ilka Forst entstanden. Ein Drehtag voll wilder Energie und Humor. Kinder stehlen ihren Musikervätern die Show und lassen sich voll in die klangliche Chaosspirale treiben - perdre la tête!
"JOKAI FRAME" | 6 Minuten | 2024 | Japanisch
This is a reconfiguration of my previously exhibited video installation. “JOKAI" is the name of a villa with which I have a deep connection, and FRAME is my theme I have explored in recent years.
"Out of reach (Feuerland), „Außer Reichweite“ | 7 Minuten | 2024 | Doku-Fantasie | Animation (blender)
Sprache: argentinisches Spanisch mit Deutschen Untertiteln
Das Projekt „Außer Reichweite“ kann als Versuch verstanden werden, sich solidarisch mit den autarken Ökosystemen an unberührten Orten, weißen Flecken von heute, zu zeigen. Auf welchem Weg kann man rücksichtsvoll die dort entstandenen, einzigartigen Strukturen erhalten?
Der Film ist in Zusammenarbeit mit Menschen vor Ort, für den Film „Feuerland“ mit der Künstlerin Malala Lekander aus Rio Grande und der Band built in aus Buenos Aires entstanden. Die Zusammenarbeit fand digital statt, der weiße Fleck auf Feuerland bleibt unberührt.
"swift (relentless structure)" | 6:00 Minuten (75:00 Minuten Filmausschnitt) | 2008 - 2022 | Sprache: Englisch
Ausgangspunkt für die Videoarbeit „swift (relentless structure)“ sind neun Fotografien, die im SWIFT-Büro in New York nach einer Begegnung mit einem afroamerikanischen Wall Street Professional im Jahr 2007 und einem erneuten Treffen in New York während der Occupy Wall Street Proteste aufgenommen wurden. Die Arbeit hinterfragt die Beziehung zwischen den sozioökonomischen Eliten, Rassismus, Klassenstrukturen und deren Kontext. Der Bezug zum Herbst der Solidaritäten besteht unter anderem auch durch den Sprechchorus von Occupy Wall Street, der die Ausrufung einer Arbeitsgruppe formuliert.
„Wäscheleine" | 1:24 Minuten | 2014/2025 | HD
„Wäscheleine" ist eine Animationsskizze, die ich 2014 begonnen und mangels Zeit nicht beendet habe.
Es geht darum, was hinter der Idylle einer ländlichen Wäscheleine steckt / gesteckt hat, und die Nichtwahrnehmung der enormen Leistung und Selbstaufgabe von Müttern und Hausfrauen - vor allem der älteren, die jetzt (Ur-) Großmütter sind. Und den Kämpfen, die sie, nicht nur innerlich, ausgefochten haben.
Es handelt aber auch von meiner Faszination als Kind für eine Wäscheleine, die im Schatten bunt und im Gegenlicht schwarz ist und die über die ganze Strecke beim Hängen neuer nasser Lappen nachschwingt.
"Conditio Humana" | 9:51 Minuten | 2025
Der Film ist digital generiert im Stil der 1920er-Jahre, über das stille Leid der Unsichtbaren, das Scheitern des Fortschritts – und die Hypothek der Gegenwart.
In einem Prolog, drei Lamentis und einem Epilog entfaltet sich ein visuelles Klagelied über die conditio humana – inspiriert von Carl Theodor Dreyer und seinem Meisterwerk Die Passion der Jeanne d’Arc.
Fragmentarische Szenen zeigen Flüchtlinge, Obdachlose, ältere Menschen – eingebettet in eine Welt aus zerbrochenen Solarpanels, toxischen Landschaften und verlassenen Industriefragmenten.
Zwischentitel begleiten die Bilder mit leiser Wut und melancholischer Klarheit. Sie reflektieren das Streben nach dem Falschen, das Vergessen der Leidenden – und die stille Verantwortung, die wir füreinander tragen.
Eine filmische Klage – und zugleich eine leise Geste der Solidarität mit jenen, die nicht gesehen werden.
"Stadtsoziologie / Bizim Mietenpolitik" | 4:23 Minuten | 2015 | Sprache: Deutsch
Mietenpolitik und Solidarität / Bizim Kiez und Kotti & Co / Berlin 2015 / Gentrifikation
"Song of the Open Road" | 8:38 Minuten | 2025 | Experimentelles Video, 360° Video, animierte Kohlezeichnung, Digitalanimation 2D & 3D | Sprache: Englisch
„Song of the Open Road“, inspiriert von Walt Whitmans gleichnamigem Gedicht, verbindet Kohleanimation mit digitalen 2D-/3D-Techniken und 360°-Video zu einer poetischen Reise zwischen Freiheit und gesellschaftlichen Zwängen. Aus den Transformationen von Linien, Planeten und hybriden Wesen entsteht eine Vision von Solidarität und Gemeinschaft auf dem gemeinsamen Lebensweg.
"10 Minuten solidarisch" | 10 Minuten | 2025 | Sprache: deutsch und englisch
Der Anfang einer Forschung zu Solidarität und Glück in einer kapitalistischen Gesellschaft.
"Bruna Double" | 1:06 Minuten
Der durch Spiegelung gedoppelte Hund verhält sich solidarisch gegenüber seinem "zweiten Ich".
"ABURIDASHI Assortment: Video Letters written in invisible ink" | 9:24 Minuten | 2022 | Sprache: Japanisch, englische Untertitel
This work is an experimental documentary animation by the traditional Japanese technique of "ABURIDASHI". And it's consists of three parts: Beginning, Middle, and End.
"Beginning" - is a personal video made to celebrate my friend Hiratake-san.
"Middle" - is about Hiratake-san's anger at the government responses to the Great East Japan
earthquake.
"End" - is about the fear of war in which get involved individuals.
This work depicts how my perspective changes from an individual to a nation over a period of 10 years.
"Bis-cuire” | 5 Minuten | 2025
Let's cremate Grandma again. Together, as my selfishness dictates, In that room, In my room.
"Alltagsheld*innen" | 5:18 | 2025 | Sprache: deutsch
Das Video zeigt Frauen auf einer Rolltreppe, die nach oben wollen.
Sie versuchen es wieder und wieder, und noch einmal, doch gibt es einen Algorithmus, der sie rückwärts laufen lässt. Dennoch geben sie nicht auf, sind solidarisch und bleiben optimistisch. Das macht sie zu Held*innen.
"ACCEPTING CHANGES" | 8:30 Minuten | Sprache: English, German, Arabic
In a dynamic world where people are constantly on the move, this work reflects on change, displacement, and the shifting balance between belonging and alienation. It follows a couple who recently moved from Egypt to Berlin, stepping into a furnished suburban apartment, where they interact with their new environment, everyday objects, and a visitor.
"as long as people are" | 5:32 Minuten | 2025 | (nur Audio)
Wie könnten wir uns als Teil von einem sozialen Organismus bewusst werden und unsere Gesellschaftssysteme solidarisch weiterentwickeln? In dieser partizipativen Audioarbeit reflektiere ich einige der Hindernisse, die ich derzeit besonders aktiv wahrnehme —z.B. Wettbewerbszwang, Vereinzelung, Egozentrik, Kriege — und lade ein, mitzusummen in einer Klanglandschaft aus gesummten Solfeggio-Frequenzen.
„How do you love?“ | 4:05 Minuten | 2025 | Sprache: Englisch
The video for “How do you love?” is a long time coming. It started with the idea shooting some of the best locations in the BVG system. I wanted to create an Escherian universe that would symbolize the emotional landscape of a relationship that ends but doesn’t seem to end.
"Visual Voices in Disremembered Histories" | 10:48 Minuten (Ausschnitt)| 2024 | Sprache: Deutsch mit engl. Untertiteln
Visual Voices in Disremembered Histories (2024)ist eine 4-Kanal-Video Installation, die für die Ausstellung Echos der Bruderländer im Haus der Kulturen der Welt als mein Werkbeitrag in Auftrag gegeben wurde. Dito Tempe war, wie die anderen Interviewpartner aus Mosambik, Vietnam und Angola Vertragsarbeiter in der ehemaligen DDR, ebenso hatte ich Künstlerinnen aus Kuba und Ägypten und Zeitzeuginnen interviewt, die zum Studium nach Ostdeutschland kamen. Alle, bis auf Dito Tempe, sind im vereinten Deutschland geblieben.
„Sacrifice" | 3:42 Minuten | 2024
Die Schlußszene zeigt den einsamen Todeskampf der von einem Gärtner eingesammelten und in einer Flasche eingesperrten Maulwurfsgrillen.
Ich muss dabei an die Menschen denken, die eingeschlossen um ihr Überleben kämpfen.
Kontakt: Team der Medienwerkstatt
Telefon: 030 614015-79 / 030 551472-84
Screening - Veranstaltungstage:
14. und 15. Oktober 2025
18:30 - ca. 22:30 Uhr
Einlass: 18:00 Uhr
im Medienlabor der Medienwerkstatt
Adresse/ Einlass am Seiteneingang: Marielle-Franco-Platz, 10997 Berlin
(https://www.openstreetmap.org/node/7028860678#map=19/52.503419/13.423672)
Das Screening ist Teil des vom Bildungswerk des bbk berlin konzipierten und organisierten Strategischen Herbst der Solidaritäten in der bildenden Kunst 2025.
In einer Zeit der wachsenden Polarisierung von Standpunkten, von gegenseitiger Abgrenzung und Abbruch von Kommunikation finden wir es um so notwendiger, sich mit Vorstellungen und Modellen des Gemeinsamen und Verbindenden zu beschäftigen. Angesichts der Kürzungen für Kunst und Kultur im Berliner Haushalt ist es wichtig, dass Künstler*innen sich nicht als unterschiedliche Interessengruppen gegeneinander ausspielen lassen sondern sich gemeinsam dafür einsetzen, dass freie künstlerische Produktion weiterhin in dieser Stadt möglich bleibt.
Der Call richtete sich an alle Nutzer*innen der Medienwerkstatt und lief bis zum 29. September. Die Medienkünstler*innen waren eingeladen, kurze audiovisuelle Arbeiten einzureichen, die sich mit solidarischen Zugängen zu Ressourcen, Wissen und Erfahrungen und gemeinsamem, kollaborativem Handeln beschäftigen. Alle Genres waren willkommen. Der Call konnte auch als Anregung für Beiträge verstanden werden ungewöhnliche Kooperationen einzugehen und neue Modelle des Zusammenarbeitens, jenseits spezialisierter Einzelarbeiter*innen, zu erproben.