Screenings / Events 

Screening 2025 der Medienwerkstatt im Medienlabor / Kunstquartier Bethanien

Polygon Picknick

Screening 2025 Medienwerkstatt Einladung Grafik © Ilka Forst

Die Medienwerkstatt zeigt an zwei Abenden, am 14. und 15. Oktober 2025, Video- und Audioarbeiten von Nutzer*innen der Werkstatt, die in Inhalt, Form oder Produktionsweise Solidarität thematisieren oder praktisch umsetzen. Es findet 2025 zum ersten Mal in unseren eigenen Räumen, im Medienlabor, dem ehemaligen Kesselhaus, statt. 

Wir haben von euch viele spannende sehr vielfältige Beiträge zu diesem Thema erhalten und freuen uns nun auf deren Präsentationen im Medienlabor.
Den Titel Polygon Picknick verstehen wir als Erweiterung der Kinoleinwand zu einem kommunikativen Vieleck. Er steht für eine offene Vielfalt künstlerischer Perspektiven verbunden mit dem Wunsch zum gedanklichen Austausch - und somit bedanken wir uns ausdrücklich bei allen Künstlerinnen und Künstlern für ihre Einreichungen und freuen uns auf interessante Gespräche und Diskussionen zwischen und nach den Vorführungen bei Snacks und Getränken.

Euer Team der Medienwerkstatt
insbesondere Ilka Forst und Jo Zahn

Teilnehmende Künstler*innen:

Alina Amer | Antoanetta Marinov | Aurelio Kopainig | Balz Isler & Jo Zahn | Christa Biedermann | Claudia Busching | Corinna Rosteck | Daniela Comani | Deborah S. Phillips & Melina Pafundi | Ellen Louise Weise & OFRIN | Gabriel Bellone | Gaby Schulze | Gökcen Dilek Acay & Marcus Sternbauer | Herbert Liffers | Hobby R. | Ian Joyce | Joke Lanz & Sudden Infant & Ilka Forst | Keita Hayashi | Kim Annika Welling | Linda Weiss | Lioba Von den Driesch | Manuela Johanna Covini | Maria Koehne | Maria Korporal | Marie Weil | Nikola Hamacher | Nonoho Suzuki | Rinne Shimazu | Sandra Becker | Sharon Paz | Stephanie Hanna | The Hidden Cameras/ Joel Gibb | Verena Kyselka | Wojtek Skowron

Dienstag, 14. Oktober 2025

Programm 1

  1. Stephanie Hanna | "as long as people are"
  2. Marie Weil | "10 Minuten solidarisch"
  3. Rinne Shimazu | "Bis-cuire”
  4. Daniela Comani | "Reversal Exercise"
  5. Sharon Paz | "ACCEPTING CHANGES"

Programm 2

  1. Nonoho Suzuki | "ABURIDASHI Assortment: Video Letters written in invisible ink"
  2. Balz Isler & Jo Zahn | "IUXTA"
  3. Kim Annika Welling | "Out of reach (Feuerland)" / „Außer Reichweite“
  4. Herbert Liffers | “KHMYZ"
  5. Joke Lanz & Sudden Infant & Ilka Forst | "Head"

Programm 3

  1. Verena Kyselka | "Visual Voices in Disremembered Histories"
  2. Ellen Louise Weise & OFRIN | "Always Never Always"
  3. Nikola Hamacher | "Bruna Double"
  4. The Hidden Cameras/ Joel Gibb | “How do you love?"
  5. Ian Joyce | "Ú-C-R-Á-I-N"
  6. Christa Biedermann | „Wo bleibt die ‚Halle für Alle‘?“

Mittwoch, 15. Oktober 2025

Programm 1

  1. Deborah S. Phillips & Melina Pafundi | "Tornosolada Sororidad Dada"
  2. Manuela Johanna Covini | "Conditio Humana"
  3. Lioba Von den Driesch | „Wäscheleine"
  4. Aurelio Kopainig | "C0428"
  5. Gabriel Bellone | "Hell"
  6. Linda Weiss | "swift (relentless structure)"
  7. Gaby Schulze | "Solidarity!"

Programm 2

  1. Gökcen Dilek Acay & Marcus Sternbauer | "IchundIchs"
  2. Claudia Busching | "Wald"
  3. Alina Amer | SARABOFORNIA"
  4. Antoanetta Marinov | "Hunger – so etwas Ähnliches"
  5. Sandra Becker | "Alltagsheld*innen"
  6. Corinna Rosteck | "How long is now"

Programm 3

  1. Maria Korporal | "Song of the Open Road"
  2. Maria Koehne | "Stadtsoziologie / Bizim Mietenpolitik"
  3. Wojtek Skowron | „Sacrifice"
  4. Keita Hayashi | "JOKAI FRAME"
  5. Hobby R. | "Making Of"

Polygon Picknick - Screening 2025

Statements der Künstlerinnen zu den eingereichten Arbeiten

"SARABOFORNIA" | 2025 | 3:06 Minuten | Video Art (one-channel installation)

Through a staged tourist guide overlaid with raw 3D fragments, the video invites viewers into the fictional planet Sarabofornia — a landscape where spectacle, bureaucracy, and cultural clichés collide with the unresolved realities of war and displacement.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Alina Amer | SARABOFORNIA | Still: Alina Amer

Alina Amer | "SARABOFORNIA" | Screening 2025

"Hunger – so etwas Ähnliches" | 8:42 Minuten | 2012

Hunger – oder etwas sehr Ähnliches – sind Schauspieler und Schauspielerinnen aus dem Viertel, die eine Szene - von der Künstlerin in der Stadt beobachtet - im Wald rekonstruieren. Es war das Bild eines älteren Mannes in einem weißen T-Shirt, der die Menschen in der U-Bahn mit empörter Stimme aufforderte, ihm zu helfen, denn er habe Hunger. Dem  energischen, empörten Betteln in der Stadt wurde, durch die Rekonstruktion in der Wald Kulisse der Schönholzer Heide, Aufmerksamkeit geschenkt.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Antoanetta Marinov | Hunger | Still: Antoanetta Marinov

Antoanetta Marinov | "Hunger – so etwas Ähnliches" | Screening 2025

"C0428" | 5:10 Minuten | 2024 | Einkanalvideo, 16:9, 4K

Bild- und Audioaufzeichnung, den Klang erzeugen Ameisen, Regen und der Wind.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Aurelio Kopainig | "C0428" | Still: Aurelio Kopainig

Aurelio Kopainig | "C0428" | Screening 2025

IUXTA | 10 Minuten (Ausschnitt) | 2022 | experimentelles Video
ursprünglich 2 Kanal Videoinstallation

IUXTA (lat. „nebenan, daneben, ganz in der Nähe“) findet in der dialogischen Form eines Videobriefs zwischen Berlin und der dänischen Insel Møn statt. Im Austausch der Bilder und Töne treten diese in einen gemeinsamen Denkraum ein und erzeugen ein Echo in Antworten, Assoziationen und Erinnerungen.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Balz Isler & Jo Zahn | IUXTA | Still: Balz Isler & Jo Zahn

Balz Isler & Jo Zahn | "IUXTA" | Screening 2025

„Wo bleibt die ‚Halle für Alle‘?“ | 8:40 Minuten | 2025
Mit Ton/ DOK und Trick

DOK 1 der Aktion „Faire Share“ vor der Berliner Nationalgalerie am 08.03.2022.
Trickmontage mit dem Boxer, um an die seit langer Zeit vom bbk berlin geforderte „Halle für Alle“ in den seit 80(!) Jahren LEERSTEHENDEN Flughafengebäuden Tempelhof zu erinnern.
DOK 2 von der Demo gegen die Sparmaßnahmen im Kulturbereich Berlin am 29.11.2024

Screening 2025 Medienwerkstatt | Christa Biedermann | „Wo bleibt die ‚Halle für Alle‘?“ | Still: Christa Biedermann

Christa Biedermann | „Wo bleibt die ‚Halle für Alle‘?“ | Screening 2025

 "Wald" | 2:21 Minuten | 2020
Sprache: Deutsch

Dieses Video entstand nach einer Fahrradtour mit meiner Kollegin Angela Lubic durch Brandenburg im Rahmen
 des jährlichen Projektes von 
Endmoräne e.V.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Claudia Busching | "Wald" | Still: Claudia Busching

Claudia Busching | "Wald" | Screening 2025

"How long is now" | Performance: Iris de Boor | 5:20 Minuten | 2022

Das Ungreibfbare, Solidarische, repräsentiert durch die Hände, das Zupacken, das Miteinander, das Suchen und Er- Greifen, Klammern etc.... alles, was Hände repräsentieren in einem Kirchenraum mit der Performerin Iris de Boor aufgenommen, die sich die entwidmete St Johannes Kirche/Auguststrasse „einverleibt“. Musikalisch-bildnerische Szenen zwischen Altarraum- Klangkuppel und Säulenlabyrinth. Eine Interaktion im Zusammenspiel von Licht, Tönen und Weite des Kirchenschiffes der Johannes - Evangelist- Kirche in Berlin- Mitte.
Tanz durchmisst im Rhythmus der Bewegungen die Zeitachsen eines 'himmlischen Ortes', es entstehen un-greifbare Bilder; ein energetischer Moment, dem nachgespürt wird - bis dieser zu 'schwingen' beginnt.
 

Screening 2025 Medienwerkstatt | Corinna Rosteck | "How long is now?" | Still: Corinna Rosteck

Corinna Rosteck | "How long is now?" | Screening 2025

"Reversal Exercise" | 5 Minuten | 2024 | Video loop
Sprache: English, German, Italian

The video work "Reversal Exercise“ reveals the working process of the series "You Are Mine": We see a computer screen and watch as a cursor changes the gender in reports about femicide in real time. Here the viewer takes the place of the artist sitting behind a screen and witnesses how the narrative swiftly and dramatically changes with a simple yet subversive gesture.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Daniela Comani | "Reversal Exercise" | Still: Daniela Comani

Daniela Comani | "Reversal Exercise" | Screening 2025

"Tornosolada Sororidad Dada" | 4 Minuten | 2019 |16mm Film
stumm

Ein Film in dem die Idee, Gegenstände von einer Hand zu einer andere zu reichen, als Handlung. Eine Kollaboration zwischen 2 unterschiedliche Künstlerinnen, 2 Generationen. Entwickelt bei verschiedene Temperaturen, um 4 Originalfilme zu realisieren.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Deborah S. Phillips & Melina Pafundi | "Tornosolada Sororidad Dada" | Still: Deborah S. Phillips & Melina Pafundi

Deborah S. Phillips & Melina Pafundi | "Tornosolada Sororidad Dada" | Screening 2025

"Always Never Always" | 6:10 Minuten | 2017
Sprache: Englisch

Das Video setzt sich zusammen aus Aufnahmen, die teils meinen Arbeitsprozess -Tusche und Pinsel - sowie Bewegungen, Begegnungen mit der Natur zeigen. Über diesen Filmaufnahmen liegt ein Song von OFRIN (Videokünstlerin und Musikerin) und das gesamte Video "Always Never Always" wurde von ihr produziert, auch Idee zur Umsetzung ist im Wesentlichen von ihr.
In der Arbeit geht es um Berührung und Begegnung, die Sehnsucht danach und darum, fast nie dieser Sehnsucht gerecht werden zu können. Es geht aber auch um Dauer, Ausdauer, um eine Bewegung in uns, Verbundensein.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Ellen Louise Weise & OFRIN | "Always Never Always" | Still: Ellen Louise Weise & OFRIN

Ellen Louise Weise & OFRIN | "Always Never Always" | Screening 2025

"Hell" | 2:38 Minuten | 2025 | 16mm Film
Sprache: English

Evil’s real
Solidarity requires solidity of values despite consequences, for the betterment of humanity hell must be visible.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Gabriel Bellone | "Hell" | Still: Gabriel Bellone

Gabriel Bellone | "Hell" | Screening 2025

"Solidarity!" | 3:55 Minuten | 2025 | 3D-Animationen, Zeitrafferaufnahmen 
digital erstellter Sound)

Das Polarlicht ist ein kollektives Phänomen – niemand besitzt es, es gehört allen, die es sehen.
Solidarität funktioniert ähnlich: Sie ist nur möglich, wenn Menschen ein gemeinsames Erlebnis (oder Ziel) teilen.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Gaby Schulze | "Solidarity!" | Still: Gaby Schulze

Gaby Schulze | "Solidarity!" | Screening 2025

"IchundIchs"  | 8:17 Minuten | 2022 | 2-Kanal-Video
Sprache: Englisch

Eine irritierende, theatralische und zugleich humorvolle Arbeit, die um eine alltägliche und gleichzeitig existenzielle Frage kreist: Wer bin ich heute? Durch diese vielschichtige Selbstdarstellung hinterfrage ich Konzepte von Authentizität, Autorschaft und Identität im digitalen Zeitalter. IchundIchs untersucht, wie Identität konstruiert, gespalten und vervielfältigt werden kann – sowohl durch Performance als auch durch Technologie.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Gökcen Dilek Acay_& Marcus Sternbauer | "IchundIchs" | Still: Gökcen Dilek Acay_& Marcus Bauer

Gökcen Dilek Acay_& Marcus Sternbauer | "IchundIchs" | Screening 2025

“KHMYZ" | 8:34 Minuten | 2023
Experimentelle Musik & Mixed Media Art aus der Ukraine in Berlin Lichtenberg
 
Aufgrund des Krieges in der Ukraine hat die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa Mittel bereit gestellt um ukrainischen Künstlern, die sich auf Grund des Krieges in Berlin aufhalten die Möglichkeit zu geben, ihre Kunst zu präsentieren.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Herbert Liffers | “KHMYZ" | Still: Herbert Liffers

Herbert Liffers | “KHMYZ" | Screening 2025

"Making Of" | 10 Minuten | 2025
Sprache: Deutsch, teilw. Englisch

Making Of" schildert in Bild, Ton & Wort zu den Umständen der Herstellung einer Arbeit des Monteur/Cutter/Kompositeur Hobby R.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Hobby R. | "Making Of" | Still: Hobby R.

Hobby R. | "Making Of" | Screening 2025

"Ú-C-R-Á-I-N" | 08:01 Minuten | 2024 | Sprache: Irish

Footage of Straw bales on the outskirts of Cambridge, as a contemplation on the absurdity and necessity of codifying art as a war protest

Screening 2025 Medienwerkstatt | Ian Joyce | "Ú-C-R-Á-I-N" | Still: Ian Joyce

Ian Joyce | "Ú-C-R-Á-I-N" | Screening 2025

"HEAD" | 4:55 Minuten | 2022 | Sprache: Englisch | Song vom Album: Lunatic Asylum

Jeder hat auf irgendeine Art und Weise einen Kopf - ja, genau manchmal da, wo sich Klischees, Hass, Abgrenzung gerne mal festsetzen - es könnte aber diese nüchterne Feststellung als einfacher gemeinsamer Nenner auch entwaffnend sein. Dieses Musikvideo ist zum Release des Albums Lunatic Asylum als Zusammenarbeit zwischen dem Musiker und Klangkünstler Joke Lanz, der Band Sudden Infant und Ilka Forst entstanden. Ein Drehtag voll wilder Energie und Humor. Kinder stehlen ihren Musikervätern die Show und lassen sich voll in die klangliche Chaosspirale treiben - perdre la tête!

Screening 2025 Medienwerkstatt | Joke Lanz & Sudden Infant & Ilka Forst | "HEAD" | Still: Ilka Forst

Joke Lanz & Sudden Infant & Ilka Forst | "HEAD" | Screening 2025

"JOKAI FRAME" | 6 Minuten | 2024 | Japanisch

This is a reconfiguration of my previously exhibited video installation. “JOKAI" is the name of a villa with which I have a deep connection, and FRAME is my theme I have explored in recent years.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Keita Hayashi | "JOKAI FRAME" | Still: Keita Hayashi

Keita Hayashi | "JOKAI FRAME" | Screening 2025

"Out of reach (Feuerland), „Außer Reichweite“ | 7 Minuten | 2024 | Doku-Fantasie | Animation (blender)
Sprache: argentinisches Spanisch mit Deutschen Untertiteln

Das Projekt „Außer Reichweite“ kann als Versuch verstanden werden, sich solidarisch mit den autarken Ökosystemen an unberührten Orten, weißen Flecken von heute, zu zeigen. Auf welchem Weg kann man rücksichtsvoll die dort entstandenen, einzigartigen Strukturen erhalten?
Der Film ist in Zusammenarbeit mit Menschen vor Ort, für den Film „Feuerland“ mit der Künstlerin Malala Lekander aus Rio Grande und der Band built in aus Buenos Aires entstanden. Die Zusammenarbeit fand digital statt, der weiße Fleck auf Feuerland bleibt unberührt.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Kim Annika Welling | "Out of reach (Feuerland)" | Still: Kim Annika Welling

Kim Annika Welling | "Out of reach (Feuerland)" | Screening 2025

"swift (relentless structure)" | 6:00 Minuten (75:00 Minuten Filmausschnitt) | 2008 - 2022 | Sprache: Englisch

Ausgangspunkt für die Videoarbeit „swift (relentless structure)“ sind neun Fotografien, die im SWIFT-Büro in New York nach einer Begegnung mit einem afroamerikanischen Wall Street Professional im Jahr 2007 und einem erneuten Treffen in New York während der Occupy Wall Street Proteste aufgenommen wurden. Die Arbeit hinterfragt die Beziehung zwischen den sozioökonomischen Eliten, Rassismus, Klassenstrukturen und deren Kontext. Der Bezug zum Herbst der Solidaritäten besteht unter anderem auch durch den Sprechchorus von Occupy Wall Street, der die Ausrufung einer Arbeitsgruppe formuliert.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Linda Weiss | "swift (relentless structure)" | Still: Linda Weiss

Linda Weiss | "swift (relentless structure)" | Screening 2025

„Wäscheleine" | 1:24 Minuten | 2014/2025 | HD

„Wäscheleine" ist eine Animationsskizze, die ich 2014 begonnen und mangels Zeit nicht beendet habe.
Es geht darum, was hinter der Idylle einer ländlichen Wäscheleine steckt / gesteckt hat, und die Nichtwahrnehmung der enormen Leistung und Selbstaufgabe von Müttern und Hausfrauen - vor allem der älteren, die jetzt (Ur-) Großmütter sind. Und den Kämpfen, die sie, nicht nur innerlich, ausgefochten haben. 
Es handelt aber auch von meiner Faszination als Kind für eine Wäscheleine, die im Schatten bunt und im Gegenlicht schwarz ist und die über die ganze Strecke beim Hängen neuer nasser Lappen nachschwingt.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Lioba von den Driesch | „Wäscheleine" | Still: Lioba von den Driesch

Lioba von den Driesch | „Wäscheleine" | Screening 2025

"Conditio Humana" | 9:51 Minuten | 2025

Der Film ist digital generiert im Stil der 1920er-Jahre, über das stille Leid der Unsichtbaren, das Scheitern des Fortschritts – und die Hypothek der Gegenwart.
In einem Prolog, drei Lamentis und einem Epilog entfaltet sich ein visuelles Klagelied über die conditio humana – inspiriert von Carl Theodor Dreyer und seinem Meisterwerk Die Passion der Jeanne d’Arc.
Fragmentarische Szenen zeigen Flüchtlinge, Obdachlose, ältere Menschen – eingebettet in eine Welt aus zerbrochenen Solarpanels, toxischen Landschaften und verlassenen Industriefragmenten.
Zwischentitel begleiten die Bilder mit leiser Wut und melancholischer Klarheit. Sie reflektieren das Streben nach dem Falschen, das Vergessen der Leidenden – und die stille Verantwortung, die wir füreinander tragen.
Eine filmische Klage – und zugleich eine leise Geste der Solidarität mit jenen, die nicht gesehen werden.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Manuela Johanna Covini | "Conditio Humana" | Still: Manuela Johanna Covini

Manuela Johanna Covini | "Conditio Humana" | Screening 2025

"Stadtsoziologie / Bizim Mietenpolitik" | 4:23 Minuten | 2015 | Sprache: Deutsch

Mietenpolitik und Solidarität / Bizim Kiez und Kotti & Co / Berlin 2015 / Gentrifikation

Screening 2025 Medienwerkstatt | Maria Koehne | "Stadtsoziologie / Bizim Mietenpolitik" | Still: Maria Koehne

Maria Koehne | "Stadtsoziologie / Bizim Mietenpolitik" | Screening 2025

"Song of the Open Road" | 8:38 Minuten | 2025 | Experimentelles Video, 360° Video, animierte Kohlezeichnung, Digitalanimation 2D & 3D | Sprache: Englisch

„Song of the Open Road“, inspiriert von Walt Whitmans gleichnamigem Gedicht, verbindet Kohleanimation mit digitalen 2D-/3D-Techniken und 360°-Video zu einer poetischen Reise zwischen Freiheit und gesellschaftlichen Zwängen. Aus den Transformationen von Linien, Planeten und hybriden Wesen entsteht eine Vision von Solidarität und Gemeinschaft auf dem gemeinsamen Lebensweg.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Maria Korporal | "Song of the Open Road" | Still: Maria Korporal

Maria Korporal | "Song of the Open Road" | Screening 2025

"10 Minuten solidarisch" | 10 Minuten | 2025 | Sprache: deutsch und englisch

Der Anfang einer Forschung zu Solidarität und Glück in einer kapitalistischen Gesellschaft.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Marie Weil | "paradiesisch, es spitzt sich einfach immer mehr zu" | Still: Marie Weil

Marie Weil | "paradiesisch, es spitzt sich einfach immer mehr zu" | Screening 2025

"Bruna Double" | 1:06 Minuten 

Der durch Spiegelung gedoppelte Hund verhält sich solidarisch gegenüber seinem "zweiten Ich".

Screening 2025 Medienwerkstatt | Nikola Hamacher | "Bruna Double" | Still: Nikola Hamacher

Nikola Hamacher | "Bruna Double" | Screening 2025

"ABURIDASHI Assortment: Video Letters written in invisible ink" | 9:24 Minuten | 2022 | Sprache: Japanisch, englische Untertitel

This work is an experimental documentary animation by the traditional Japanese technique of "ABURIDASHI". And it's consists of three parts: Beginning, Middle, and End.
"Beginning" - is a personal video made to celebrate my friend Hiratake-san.
"Middle" - is about Hiratake-san's anger at the government responses to the Great East Japan
earthquake.
"End" - is about the fear of war in which get involved individuals.
This work depicts how my perspective changes from an individual to a nation over a period of 10 years.
 

Screening 2025 Medienwerkstatt | Nonoho Suzuki | "ABURIDASHI Assortment: Video Letters written in invisible ink" | Still: Nonoho Suzuki

Nonoho Suzuki | "ABURIDASHI Assortment: Video Letters written in invisible ink" | Screening 2025

"Bis-cuire” | 5 Minuten | 2025

Let's cremate Grandma again. Together, as my selfishness dictates, In that room, In my room.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Rinne Shimazu | "Bis-cuire” | Still: Rinne Shimazu

Rinne Shimazu | "Bis-cuire” | Screening 2025

"Alltagsheld*innen"  | 5:18 | 2025 | Sprache: deutsch

Das Video zeigt Frauen auf einer Rolltreppe, die nach oben wollen. 
Sie versuchen es wieder und wieder, und noch einmal, doch gibt es einen Algorithmus, der sie rückwärts laufen lässt. Dennoch geben sie nicht auf, sind solidarisch und bleiben optimistisch. Das macht sie zu Held*innen.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Sandra Becker | "Alltagsheld*innen" | Still: Sandra Becker

Sandra Becker | "Alltagsheld*innen" | Screening 2025

"ACCEPTING CHANGES" | 8:30 Minuten | Sprache: English, German, Arabic

In a dynamic world where people are constantly on the move, this work reflects on change, displacement, and the shifting balance between belonging and alienation. It follows a couple who recently moved from Egypt to Berlin, stepping into a furnished suburban apartment, where they interact with their new environment, everyday objects, and a visitor.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Sharon Paz | "ACCEPTING CHANGES" | Still: Sharon Paz

Sharon Paz | "ACCEPTING CHANGES" | Screening 2025

"as long as people are" | 5:32 Minuten | 2025 | (nur Audio)

Wie könnten wir uns als Teil von einem sozialen Organismus bewusst werden und unsere Gesellschaftssysteme solidarisch weiterentwickeln? In dieser partizipativen Audioarbeit reflektiere ich einige der Hindernisse, die ich derzeit besonders aktiv wahrnehme —z.B. Wettbewerbszwang, Vereinzelung, Egozentrik, Kriege — und lade ein, mitzusummen in einer Klanglandschaft aus gesummten Solfeggio-Frequenzen.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Stephanie Hanna | "as long as people are" | Still: Stephanie Hanna

Stephanie Hanna | "as long as people are" | Screening 2025

„How do you love?“ | 4:05 Minuten | 2025 | Sprache: Englisch

The video for “How do you love?” is a long time coming. It started with the idea shooting some of the best locations in the BVG system. I wanted to create an Escherian universe that would symbolize the emotional landscape of a relationship that ends but doesn’t seem to end.

Screening 2025 Medienwerkstatt | The Hidden Cameras, Joel Gibb | „How do you love?“ | Still: The Hidden Cameras, Joel Gibb

The Hidden Cameras/ Joel Gibb | „How do you love?“ | Screening 2025

"Visual Voices in Disremembered Histories" | 10:48 Minuten (Ausschnitt)| 2024 | Sprache: Deutsch mit engl. Untertiteln

Visual Voices in Disremembered Histories (2024)ist eine 4-Kanal-Video Installation, die für die Ausstellung Echos der Bruderländer im Haus der Kulturen der Welt als mein Werkbeitrag in Auftrag gegeben wurde. Dito Tempe war, wie die anderen Interviewpartner aus Mosambik, Vietnam und Angola Vertragsarbeiter in der ehemaligen DDR, ebenso hatte ich Künstlerinnen aus Kuba und Ägypten und Zeitzeuginnen interviewt, die zum Studium nach Ostdeutschland kamen. Alle, bis auf Dito Tempe, sind im vereinten Deutschland geblieben.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Verena Kyselka | "Visual Voices in Disremembered Histories" | Still: Verena Kyselka

Verena Kyselka | "Visual Voices in Disremembered Histories" | Screening 2025

„Sacrifice" | 3:42 Minuten | 2024

Die Schlußszene zeigt den einsamen Todeskampf der von einem Gärtner eingesammelten und in einer Flasche eingesperrten Maulwurfsgrillen. 
Ich muss dabei an die Menschen denken, die eingeschlossen um ihr Überleben kämpfen.

Screening 2025 Medienwerkstatt | Wojtek Skowron | „Sacrifice" | Still: Wojtek Skowron

Wojtek Skowron | „Sacrifice" | Screening 2025

Kontakt: Team der Medienwerkstatt
Telefon: 030 614015-79 / 030 551472-84

Screening - Veranstaltungstage:
14. und 15. Oktober 2025
18:30 - ca. 22:30 Uhr
Einlass: 18:00 Uhr

im Medienlabor der Medienwerkstatt

Adresse/ Einlass am Seiteneingang: Marielle-Franco-Platz, 10997 Berlin
(https://www.openstreetmap.org/node/7028860678#map=19/52.503419/13.423672)

Das Screening ist Teil des vom Bildungswerk des bbk berlin konzipierten und organisierten Strategischen Herbst der Solidaritäten in der bildenden Kunst 2025. 

In einer Zeit der wachsenden Polarisierung von Standpunkten, von gegenseitiger Abgrenzung und Abbruch von Kommunikation finden wir es um so notwendiger, sich mit Vorstellungen und Modellen des Gemeinsamen und Verbindenden zu beschäftigen. Angesichts der Kürzungen für Kunst und Kultur im Berliner Haushalt ist es wichtig, dass Künstler*innen sich nicht als unterschiedliche Interessengruppen gegeneinander ausspielen lassen sondern sich gemeinsam dafür einsetzen, dass freie künstlerische Produktion weiterhin in dieser Stadt möglich bleibt.

Der Call richtete sich an alle Nutzer*innen der Medienwerkstatt und lief bis zum 29. September. Die Medienkünstler*innen waren eingeladen, kurze audiovisuelle Arbeiten einzureichen, die sich mit solidarischen Zugängen zu Ressourcen, Wissen und Erfahrungen und gemeinsamem, kollaborativem Handeln beschäftigen. Alle Genres waren willkommen. Der Call konnte auch als Anregung für Beiträge verstanden werden ungewöhnliche Kooperationen einzugehen und neue Modelle des Zusammenarbeitens, jenseits spezialisierter Einzelarbeiter*innen, zu erproben.

Polygon Picknick - Screening 2025 Medienwerkstatt

Polygon Picknick - Screening 2025 | © Lioba von den Driesch/Ilka Forst