Atelierbüro

FAQ's - Häufige Fragen

Ausschreibungen // Vergabekriterien // Wie beantrage ich ein Atelier? // Atelierbeirat

 

Mietpreisgebundene Ateliers und Atelierwohnungen

Alle zu vergebenen Ateliers und Atelierwohnungen in der Förderung werden über das Atelierbüro im Atelier-Newsletter ausgeschrieben und an die ateliersuchend gemeldeten Künstler*innen verschickt.

Die Ausschreibung erfolgt alle zwei Monate und ist auch unter www.bbk-kulturwerk.de einzusehen.

Zu jedem Objekt gibt es einen öffentlichen Besichtigungstermin.

zur aktuellen Ausschreibung

 

Mietverträge der Atelierwohnungen

Die Mietverträge der Atelierwohnungen werden direkt mit Vermieter*innen bzw. der jeweiligen Hausverwaltung geschlossen. Sie sind reine Wohnmietverträge und unterliegen damit einem höheren Kündigungsschutz; es gelten hierbei die Vertragsbestimmungen der Hausverwaltungen.

Der Mietzins ist gebunden und orientiert sich am örtlichen Mietspiegel. In der Regel müssen drei Nettokaltmieten als Kaution aufgebracht werden. Für den Wohnanteil der Flächen kann Wohngeld beantragt werden, sofern die Räume als erster Wohnsitz genutzt werden.

Künstler*innen sind verpflichtet, bei Atelierwechsel und/oder längerem Auslandsaufenthalt ihre Räume zur Nach- oder Zwischenvermietung im Atelierbüro frei zu melden.

Wie beantrage ich ein Atelier?

Bei der Besichtigung der Objekte erhalten Künstler*innen grundsätzlich alle notwendigen Informationen.

Für den Antrag selbst genügt, neben dem Bewerbungsformular und Information zu den Einkommensverhältnissen, ein formloses Anschreiben, in dem die konkrete berufliche und soziale Dringlichkeit des eigenen Atelierbedarfs beschrieben wird, ferner künstlerischer Lebenslauf sowie eine Präsentation der professionellen Tätigkeit als bildende*r Künstler*in.

Für Ateliers im Atelieranmietprogramm ist eine Selbstauskunft zur Einkommenssituation (Formular), für Atelierwohnungen der Wohnungsbauförderprogramme ein Wohnberechtigungsschein (Bitte beim Bürgeramt beantragen) notwendig.

Die Unterlagen müssen bis zum jeweiligen Bewerbungsschluss vollständig im Atelierbüro vorliegen.
Der Poststempel zählt nicht!

In Notsituationen kann die Ateliermiete nochmals für einen begrenzten Zeitraum reduziert werden. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an das Atelierbüro.

ANMIETUNG VON ATELIERRÄUMEN

Die Gesellschaft für Stadtentwicklung (GSE) mietet von städtischen Wohnungsbaugesellschaften und anderen Vermieter*innen Räume an, die für künstlerische Arbeit geeignet sind. Nach Ausschreibung durch das Atelierbüro, Bewerbung der Künstler*innen und der Vergabe durch den Atelierbeirat schließt die GSE mit den benannten Künstler*innen Untermietverträge und gibt dabei grundsätzlich ihre eigenen Generalmietvertragsbedingungen weiter.

Die Höhe der Miete für diese Räume soll einen Maximalwert von 4,09 € pro m²/warm nicht überschreiten. Sie kann variieren nach Zustand, Ausstattung und Lage. Sollte die Untermiete für ein konkretes Objekt für Sie zu hoch sein, begründen Sie dies kurz und formlos schriftlich und stellen Sie die Grenzen Ihrer Zahlungsfähigkeit nachvollziehbar dar. Diese Erklärung legen Sie bitte dem Bewerbungsschreiben bei.

Darüberhinaus besteht die Möglichkeit, in besonders begründeten Einzelfällen die Untermiete zu ermäßigen:

  • in besonders schwierigen finanziellen Verhaltnissen oder
  • bei besonders hohen berufsbedingten Ausgaben.

Die Vergabe der Ateliers erfolgt für die Dauer von zwei Jahren.
Nach erneutem Einkommensnachweis werden, bei unveränderter Erfüllung der Fördervoraussetzungen, die Verträge wiederum um zwei Jahre verlängert.

Geförderte Ateliers und Atelierwohnungen werden ausschließlich an professionelle Bildende Künstler*innen nach sozialer und beruflicher Dringlichkeit vergeben. Ihr Wohnsitz muss in Berlin sein. Der gerade erfolgte Zuzug nach Berlin erscheint erst nach einem Ablauf von sechs Monaten als dringlich.

Im Atelieranmietprogramm gibt es eine Einkommensgrenze für die Bewerber*innen. Sie liegt derzeit zwischen 16.000 € und 23.500 €, je nach Haushaltsgröße. Für die Atelierwohnungen ist ein Wohnberechtigungsschein vorzulegen.

Die Anleitung zur Bewerbung auf ein gefördertes Atelier oder eine Atelierwohnung finden Sie hier

Für eine Atelierwohnung ist in den meisten Fällen ein WBS mit besonderem Raumbedarf vorzulegen. Dieser wird bei den Bürgerämtern der Bezirke beantragt:

https://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/formulare/de/download/wohnen/BauWohn502.pdf

Der besondere Raumbedarf sollte unter Punkt 5. und 6. des Antrags erläutert werden.

Im Fragebogen zur Einkommenssituation muss Ihr gesamtes Netto-Jahres-Haushaltseinkommen angegeben werden.
Dazu gehören Einnahmen aus Werkverkäufen, aus Honorar- und Werkverträgen oder Stipendien, Lohn- und Gehaltseinkommen, Kapitalerträge, Arbeitslosengeld oder -hilfe, Wohngeld, Rente, Sozialhilfe, Kindergeld, weitere Beihilfen und sonstige Einnahmen.
Sie sollen ihr Netto-Einkommen darlegen, also das Einkommen nach Abzug der gezahlten Steuern und der Betriebsausgaben für die künstlerische Tätigkeit.

Besteht Ihr Haushalt aus mehreren Personen, muss das Netto-Jahreseinkommen dieser Personen (inkl. Kindergeld) zu Ihrem persönlichen Netto-Jahreseinkommen addiert werden.

Da Einkommen bei Freiberufler*innen saisonal schwanken, betrachten wir immer das Jahreseinkommen aus dem Vorjahr. Bei erheblichen Abweichungen zum Jahr der Bewerbung setzen Sie sich bitte mit dem Atelierbüro in Verbindung.

Es sollten folgende Jahres-Nettoeinkommen nicht überschritten werden (Beispiele):

  • ein*e alleinstehende*r Künstler*in: 16.055 €
  • ein*e alleinstehende*r Künstler*in mit Kind: 18.417 €
  • ein Paar (ein*e Partner*in Künstler*in) gemeinsam: 18.335 €
  • ein Paar (beide Partner*innen Künstler*innen) gemeinsam: 23.448 €
  • ein Paar mit Kind (ein*e Partner*in Künstler*in) gemeinsam: 20.697 €

Für jede im Haushalt lebende und von Ihnen zu unterhaltende Person (also insbesondere für Kinder unter 18 Jahren) erhöht sich die Einkommensgrenze um 2.362 €.

Haben Ihre berufsbedingten Ausgaben (wie Materialaufwendungen, Werbungskosten etc.) die Pauschale von 5.000 € überschritten, fügen Sie bitte auf einem separaten Blatt eine grobe Auflistung der Kostenstellen hinzu (keine Einzelrechnungen).

Die Auswahlentscheidungen für die Vergabe von Ateliers und Atelierwohnungen, die vom Land Berlin gefördert oder bereitgestellt werden, trifft ein unabhängiger Fachbeirat, der vom Atelierbüro betreut wird.

Atelierbeirat