Susken Rosenthal

Wozu die Dinge gut sind

2023

Die Materialien für die Installation habe ich aus dem Lager der Kunsthalle zusammengetragen. Es sind verstaubte, beschädigte und undefinierbare Bruchstücke und Platten vergangener Projekte. Ich wollte etwas mit vorhandenen Dingen machen ohne Ressourcen zu vergeuden.
Diese Teile habe ich mit alten Seilen und Schiffstauen provisorisch am Gebälk festgeknotet und zu einer Materialwolke zusammengefügt. Die Aufhängung an dicken Seilen, die wie Ständer bis zum Boden reichen, zerstört bewußt die Illusion von Schwerelosigkeit. Es wirkt, als würde der Materialschwarm einen Wald aus Seetang durchqueren.

Die schnell herbeigeschafften Utensilien und der improvisierte Aufbau der Installation dienen als Platzhalter zur Erläuterung der abstrakten Idee einer dynamischen kollektiven Formation, die einen Raum mit vertikalen Linien diagonal durchquert.
Es geht mir darum, wie die Teile ineinandergreifen, sich zu einer dynamischen Form ergänzen und wie sie sich schlüssig zu den Proportionen des Raums verhalten.