Stef Heidhues

Wo Die Wilden Tiere Wohnen

2025

Das Werk Wo Die Wilden Tiere Wohnen ist als Kunst am Bau projekt für die 49. Grundschule in der Adalbertstraße 53 in Berlin Mitte entstanden und wurde Februar 2025 fertiggestellt. Die Arbeit umfasst vier Skulpturen, alles Aluminiumgüsse. Jede Skulptur kombiniert ein Wildtier, das in Berlin vorkommt, mit üblichem Stadtmobiliar, wie einem Straßenschild und Mülleimer oder einem Stromkasten, oder provisorischen oder unfertig erscheinenden Konstruktionen im Innenraum wie über Putz laufende Rohre oder ein um eine Säule gespanntes gefaltetes Polster.
In Berlin leben laut Nabu über 300 Arten von Wildtieren, damit teilen wir Berliner unsere Stadt mit einer der größten Anzahlen an Wildtieren in europäischen Städten. Die Arbeit verweist damit auf die Verdrängung von Tieren aus ihren natürlichen Lebensräumen durch die Ausdehnung von Städten, und soll zu Empathie und Neugier gegenüber Tieren anregen.
Die Skulpturen sind lebensgroß aber zurückhaltend durch ihre silbergraue Oberfläche. Wie Wildtiere in der Abend-oder Morgendämmerung muss man sie vielleicht erst erspähen, sie drängen sich nicht in den Vordergrund. Auf dem Vorplatz der Schule sitzt ein Waldkauz auf einem Straßenschild, das beidseitig mit den Worten Verbindung und Teilung beschriftet ist. Es weist in Richtung des Engeldamms, wo die innerdeutsche Grenze verlief.

Auf dem Vorplatz der Schule sitzt ein Waldkauz auf einem Straßenschild, das beidseitig mit den Worten Verbindung und Teilung beschriftet ist. Es weist in Richtung des Engeldamms, wo die innerdeutsche Grenze verlief.

Der Fuchs auf dem Stromkasten steht im Schulhof in den Grünanlagen bei den Spielgeräten.

Im Foyer der Schule sitzt ein kleiner Waschbär auf einem Polster, das an einer Säule im Zentrum des Foyers verspannt ist.