Roberto Uribe-Castro

Tausendundeine Nacht

2018

Die Projekte Narcissus und Tausendundeine Nacht (2023) sowie Tausendundeine Nacht – Eine mündliche Erzählung von Migranten (2018) bilden eine zusammenhängende künstlerische Erzählung über Migration, Erinnerung und Sichtbarkeit.

Ausgehend vom Motiv des Spiegels – als Bild und als Erfahrung – fordern diese Arbeiten die Betrachter:innen dazu auf, den Blick zu verschieben: durch Reflexion, Wasser oder Umkehrung das zu erkennen, was sonst unsichtbar bleibt.

Wie Scheherazade in Tausendundeine Nacht erzählt, um zu überleben, verweben auch diese Werke Geschichten, Stimmen und Namen von Menschen, die auf der Suche nach einem besseren Leben Grenzen überschreiten – oft unter lebensgefährlichen Umständen. Die Erzählung wird so zu einem Akt des Widerstands gegen das Vergessen.

In Narcissus erscheinen die Namen der Toten nur im Spiegel eines gefrorenen Wassers. In Las mil y una noches füllen die Stimmen von Migrant:innen den Raum, ihre Geschichten spiegeln sich im Wasser wider und werden erst dort lesbar. Diese noch unvollständig realisierten Projekte sind Einladungen, sich den Spiegeln zu nähern, in denen die Verletzlichkeit und Würde menschlicher Bewegung sichtbar werden.

Proposal for REAKTOR Saal

Tausenduneine Nacht (erste Visualisierung-2018)

Narcissus. Vorschlag für Minus 20 Degrees
Flachau, Austria (2023)