Pandemic Architectures
Inhaltlich bezieht sich die Installation Pandemic Architectures auf temporäre Architekturen in New York City. Während der Pandemie entstanden dort mehr als 13.000 improvisierte Holzhütten zum Zweck der Außengastronomie auf Gehwegen und Straßen. Diese ‚Dining Sheds‘ waren eine life line für die New Yorker. Hier konnte ein Stück öffentliches Leben weitergeführt werden. Die ‚Dining Sheds‘ sind ein, sich über alle Stadtteile ausbreitendes, architektonisches Phänomen. Als Artefakte und Metaphern sind sie Gegenstand der Installation.
Frauke Schlitz erstellte eine umfangreiche fotografische Dokumentation der ‚Dining Sheds‘. Ausgehend von von dieser entstand eine Serie von 230 Gouachen auf Papier, je 22 x 30 cm. Die original Gouachen wurden digitalisiert und als Plakate (60x80 cm) gedruckt. Die 43 m lange Fensterfront des John Jay College an der 11th Ave in Manhattan wurde all over mit den Plakaten bestückt. Die Installation wirkt über die Bespielung der riesigen Schaufensterflächen in den öffentlichen Raum hinein.
Eine Kartonskulptur in der Originalgröße eines ‚Dining Sheds‘ steht im Innenraum der College Gallery und ist von außen einsehbar. Die prototypische Architektur eines ‚Dining Shed‘ , die seit der Pandemie Teil des New Yorker Stadtbildes ist, wird sozusagen in abstrahierter Form auf künstlerischem Weg in den Galerieraum versetzt.