Raimund Schucht

Mosaik der Identitäten

2026

Das Skulpturen-Ensemble Mosaik der Identitäten des in Berlin lebenden Künstlers Raimund Schucht soll im öffentlichen Raum ein positives und vielfältiges Bild von Migration, kultureller Vielfalt und der Dynamik des Kulturmixes in Dortmund zeigen. Es ist farbenfroh gestaltet und integriert Zitate, Muster und Materialien aus den Herkunftsländern der Migrantinnen und Migranten. Dabei greift es auf traditionelle Muster und Materialien zurück, etwa auf typisches Gestein aus diesen Ländern. Diese Gestaltungselemente wurden in Zusammenarbeit mit persönlichen Freunden aus den entsprechenden Herkunftsländern ausgewählt, um Authentizität und Tiefe zu gewährleisten. Im Laufe der Umsetzung der Skulptur im öffentlichen Raum sollen auch Bürgerinnen und Bürger Dortmunds in die Gestaltung der Muster einbezogen werden.

Seit 1955 warb die Bundesrepublik Deutschland Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter an, um dem Arbeitskräftemangel in der westdeutschen Wirtschaft entgegenzuwirken. Das Denkmal soll die Leistungen der Zuwanderer aus jenen Ländern würdigen, mit denen Deutschland Anwerbeabkommen geschlossen hat: Italien, Griechenland, Spanien, Portugal, Marokko, Tunesien, Türkei und Jugoslawien.*

Mit dem Skulpturen-Ensemble soll die Vielfalt der Kulturen sichtbar gemacht und zugleich die Zerrissenheit sowie der Kulturverlust thematisiert werden, die oft mit Migration einhergehen. Gleichzeitig möchten die Skulpturen aber auch die neuen Wurzeln und Chancen betonen, die durch diese Bewegungen entstehen. Es soll verdeutlicht werden, dass Migration Brücken baut, die neue kulturelle Einflüsse und Perspektiven mit sich bringen. Die Skulpturen stehen für die Geschichten und Erfahrungen der Einwanderung, die neuen Identitäten und die positiven, verspielten Perspektiven, welche die Integration mit sich bringt.

Die Skulpturen sollen nicht nur an die Vergangenheit erinnern, sondern auch eine positive und zukunftsgerichtete Perspektive bieten. Sie stehen für eine dynamische Wirtschaft und den Aufbau der Zukunft, die durch Integration und neue kulturelle Einflüsse möglich werden. Die positive Energie und die spielerische Gestaltung der Skulpturen sollen die Offenheit und die Chancen einer vielfältigen Gesellschaft betonen.

Quelle: LEMO – Lebendiges Museum Online
https://www.hdg.de/lemo/kapitel/geteiltes-deutschland-modernisierung/bundesrepublik-im-wandel/gastarbeiter