Imaginal Cells
Imaginal Cells ist eine Serie malerischer Installationen, in denen ich das Spannungsfeld zwischen Abstraktion und Figuration erkunde. Die Arbeiten bestehen aus abstrakten Gemälden, die – je nach Anordnung – figurative Motive formen: ein Schmetterling, ein Fuchs, ein Mensch, ein Engel. Einige Leinwände sind auf schiefen Keilrahmen aufgespannt, die die rechten Winkel der klassischen Malfläche subtil herausfordern. Die Motive entstehen durch die Kombination einzelner Elemente und tragen das Potenzial zur Verwandlung in sich.
Der Titel Imaginal Cells verweist auf die sogenannten „imaginal cells“ – jene verborgenen Zellen innerhalb der Raupe, die ihre radikale Transformation zum Schmetterling ermöglichen. Die alte Zellstruktur löst sich auf und macht Platz für etwas völlig Neues. In ähnlicher Weise möchte ich, dass mein malerischer Prozess funktioniert: Abstrakte Elemente transformieren sich durch ihre räumliche Anordnung zu etwas Lebendigem und Unerwartetem.
Die Arbeiten setzen sich mit folgenden Fragen auseinander: Wie lässt sich abstrakte Malerei nutzen, um aktuelle Themen zu reflektieren und visuell zu gestalten? Wie kann ein traditionell zweidimensionales Medium in einen räumlichen, installativen Kontext überführt werden?