HÜTCHEN (Baustelle der Geschichte), Ernst-Thälmann-Denkmal, Anerkennung
Schriftliche Beurteilung des Preisgerichts
„Das Hütchen ist ein Zeichen der Warnung vor suggestiven Worten, Ideologien und Führern, gegen das Gerede ist hier ein Signal gesetzt. Die schlichte Form gibt keinen Anlass zur Verklärung, sondern schafft an diesem Platz Gehör für alle möglichen Auseinandersetzungen und ist offen für das Engagement in alle Richtungen.“
Mit diesem Resümee haben die Verfasser*innen das Wesentliche gesagt. Der Hut ist ein (ver-) störendes Formelement auf dem monumentalen Platz und konterkariert das Pathos der Skulptur auf höchst originelle und respektlose Weise.
Die städtebauliche Wirkung und die eigentlich banale Form des vergrößerten Objekts wurden im Preisgericht kontrovers beurteilt.
Doch gerade weil der Entwurf in die Platzwirkung massiv eingreift, ist er besonders geeignet, einen Diskurs über die „Dauerbaustelle Geschichte“ anzuregen und den Umgang mit ihren Stein gewordenen Zeugnissen zu befeuern.
Hervorzuheben ist zudem die Idee, auf die mit dem Hintergrundwissen versehene Webseite durch alltägliche Straßennamensschilder hinzuweisen. Hier wird die metaphorische Benutzung von Verkehrszeichen aufgenommen.“