Fenster zur Tür
Spiegel, Eschenholz
Die Ausstellung „Das Fenster zur Tür“ wird dominiert von verschieden farbigen Spiegelrückseiten. Partiell wurde die Schutz- und Spiegelschicht so entfernt, dass kleine transparente Türschlitze entstehen. Die Glasarbeiten wurden in selbst angefertigen Eschetürrahmen präsentiert. Beim Eintritt in den Ausstellungsraum ist es bunt und lebendig, beim Verlassen des Raumes werden die Spiegel sichtbar, die den Boden grauen Boden dublizieren und damit die Farbigkeit aufheben.
DIE OFFENEN TÜREN
2018-2020
Spiegel, Lack, gerahmt
je 32 × 23 cm
20 Spiegel als Block
In der Serie „Die offenen Türen“ begegnen uns 20 gerahmte Unikate, die mit Spiegel, Glas und Lack arbeiten. Jede Arbeit wirkt auf den ersten Blick geschlossen, offenbart jedoch bei genauerem Hinsehen eine ungewöhnliche Öffnung: Ein Türspalt, aus der reflektierenden Schicht herausgelöst, lässt den Blick durch das Glas auf die dahinterliegende Wand zu.
Diese geöffneten Türen schaffen einen Zwischenraum – eine fragile Schwelle zwischen Sichtbarem und Verborgenen, zwischen Spiegelung und Durchsicht.
Die Arbeiten fordern die BetrachterInnen heraus, sich mit dem Dahinterliegenden zu beschäftigen, denn die Ebenen sind hier verschoben - Vorn und Hinten verdreht.
Ein besonderer Fokus liegt auf den Rückseiten der Spiegel. Die normalerweise verborgene Schutzbe-
schichtung – die den Spiegel vor Oxidation schützt – ist in verschiedensten Farbtönen zu finden und wird hier zu einer eigenständigen fertig angelegten Farbfläche und zur Vorderseite. Sie verweist auf die verborgenen Ebenen des Sichtbaren, auf das Unsichtbare, das hier die Hauptrolle spielt.
„Die offenen Türen“ laden ein, Schwellen zu be-
trachten, Übergänge zu ertasten und das Dahinterliegende mit neuen Augen zu sehen – eine poetische Reflexion über Raum, Wahrnehmung und die Vielschichtigkeit von Oberfläche.
Wir schauen durch eine offene Tür auf eine Wand.