Fassadenarbeit, München, Der Fahrende Raum
Claudia Kugler verwendet eine Formensprache, die aus einer Logik des Virtuellen heraus auf physische und soziale Räume abzielt. So gibt sie Einblicke in das, was so alles möglich ist, wenn die Wechselwirkungen dieser Sphären tatsächlich ernstgenommen werden.
Wie eine Kaugummiblase, die unaufhörlich wächst und niemals platzt, schmiegt sich eine Form von innen an die Architektur. Der Pavillon wölbt sich. Eine ungewohnte Spannung ist das – tritt die Kaugummiblase doch sonst als cartoonhaftes Symbol demonstrativen Desinteresses in Erscheinung. Wie Claudia Kugler zeigt, ist sie aber auch der sichtbare Ausdruck einer disruptiven Handlung, mit der sich ihre Verursacher*in Gehör verschafft für ein neues, eigenes Sprechen. (Text Leo Heinik)
UV-Direktdruck auf Hartschaumplatten, 3,60 x 7,50 m, temporäre Installation für die Sommermonate.
Umsetzung für eine dauerhafte Installation: UV-Direktdruck oder andere Druchverfahren auch auf beständigeres Material möglich.