DIE VIER HAUSGEISTER, Erweiterungsbau der Grundschule Augustenfeld, Dachau, nicht realisiert
Konzeptidee
Vier stille Wächter begleiten die Besucher:innen am Durchgang des Erweiterungsbaus – Beatrix, Augustina, Ludwig und Karl. Sie erscheinen einfach und blockhaft, gegossen aus Stahlbeton und in leuchtenden Primärfarben gefasst. Ihre Einkerbungen erinnern an Augen oder alte Steinlöcher, in denen einst Werkzeuge griffen.
Die Hausgeister verbinden Geschichte und Gegenwart. Beatrix von. Reipersberg (ca. 1060–1124), Erbtochter der Grafschaft Dachau, gibt der Gruppe ihren Ursprung. Augustina, Ludwig und Karl knüpfen an die Wittelsbacher Vergangenheit der Region an. So entsteht eine Reihe von Figuren, die zugleich historisch verwurzelt und imaginär sind – zwischen Erinnerung und Fantasie.
Gestaltung und Umsetzung
Die Skulpturen stehen als farbige Begleiter im architektonischen Gefüge. Ihre einfache, klare Formensprache wirkt vertraut, fast kindlich, und vermittelt eine Atmosphäre von Schutz und Zugewandtheit. Im Zusammenspiel von Farbe, Materialität und architektonischem Raum entfalten die Figuren eine ruhige Präsenz. Sie verleihen dem Ort
Charakter und den Kindern eine freundliche Gesellschaft – Sinnbilder für Gemeinschaft, Geschichte und alltägliche Magie.