Sophia Pompéry

Blaupause

2021

Für den Luftraum des Besuchertreppenaufgangs des neuen Archäologischen Hauses am Petriplatz sieht der Entwurf ein lichtaktives Wandbild vor. Spezielle, UV-aktive Farbpigmente sorgen dafür, dass nur am Tage ein Wurzelgeflecht in Erscheinung tritt.

Wurzeln sind Sinnbild für Ursprung, Festigkeit und Überrest. Gleichwohl bilden sie nicht nur für die Vergangenheit, sondern auch für die Zukunft eine Metapher:
Im Sinne von „Wurzeln schlagen“ stehen sie für einen kraftvollen Neubeginn, für Wachstum und für Symbiose. Eine Wurzel wächst schnell und ist anpassungsfähig, sie verankert die Pflanze am Standort und versorgt sie mit Nährstoffen. Sie symbolisiert die Verbindung zwischen unten und oben, zwischen Materie und Geist, zwischen Irdischem und Himmlischen. Ein Aspekt, der auch in der mittelalterlichen Lateinschule, auf deren Fundament das Haus entsteht, eine Rolle gespielt haben dürfte.
Das Wandbild bezieht sich auf die zukünftigen Nutzer*Innen des Gebäudes:
Archäologen, Wissenschaftler und an Stadtgeschichte interessierte Besucher. Sie forschen nachdem Ursprung. Gleichzeitig entsteht mit dem Archäologischen Haus ein Feinwurzelsystem für Informationsaustausch, Partnerschaft und Vernetzung.

"Blaupause", 2.Platz des Kunst am Bau Wettbewerbs für das Archäologische Haus am Petriplatz, 2021

"Blaupause", 2021, 2. Platz, Kunst am Bau, Archäologisches Haus am Petriplatz

"Blaupause", 2021, 2. Platz, Kunst am Bau, Archäologisches Haus am Petriplatz