Eva Susanne Schmidhuber
Installation, Konzeptkunst, Medienkunst, Partizipation, Skulptur
* 1985
Bildung:M. A. Kunsthochschule Berlin Weißensee (Raumstrategien - forschende Kunst im Kontext) / B. A. Kulturwissenschaft Humboldt-Universität zu Berlin
Index
Text
Die Künstlerin arbeitet ortsspezifisch und partizipatorisch im öffentlichen Raum. Ausgangspunkte ihrer künstlerischen Forschung sind bestimmte Orte, ihre Geschichte und aktuelle Funktionen. Sie reflektiert gesellschaftliche Strukturen und Grenzen mit Performances, Zeichnungen, Skulpturen und partizipativer Medienkunst. Sie macht Unsichtbares, Übersehenes oder Vergessenes durch Vergrößerung oder Benennung sichtbar. Zentrale Themen sind Ökozid, commons, Empowerment und multiperspektivische Erinnerungskultur.
Vita
Eva Susanne Schmidhuber - Bildende Künstlerin | Partizipation | Kunst im öffentlichen Raum.
Seit 2006 lebt und arbeitet sie in Berlin als Filmschaffende und Künstlerin.
2009 initiierte und mitbegründete sie den gemeinnützigen Verein kiezkieken zur Förderung von Kunst und Kultur.
Von 2009 bis 2018 organisierte sie Nachbarschafts-Kurzfilmfestivals in verschiedenen Berliner Bezirken.
Im Jahr 2012 schloss sie ihr Studium in Kultur- und Sozialwissenschaft an der Humboldt Universität zu Berlin mit einer filmischen Recherche zur Grenzregion San Diego und Tijuana ab.
Im Jahr 2015 erhielt sie den Master of Arts im Fachgebiet Raumstrategien an der Kunsthochschule Berlin Weissensee.
Sie führte verschiedene Interventionen, Performances und Installationen im öffentlichen Raum und in Kultureinrichtungen durch - wie "Accidentologies" (2013, Treptower Park), "Küchenarbeit" (2014, ZK/U), "endless theatre" (2012, Haus der Berliner Festspiele).
2014 realisierte sie das Denkzeichen „Klang der Erinnerung“ für siebenundzwanzig politische Gefangene in der Gedenkstätte Sachsenhausen: „Jeder Name ist sichtbar auf einer Stange, die durch die individuelle Größe ihren eigenen Klang erzeugt“. (Zitat Künstlerin)
Seit 2015 entwickelte sie in Zusammenarbeit mit Museen, Bildungseinrichtungen und lokalen Netzwerken verschiedene partizipatorische Kunstprojekte zur Erforschung des öffentlichen Raums, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurden. Darunter „Großstadtschungel – Kiezkino in Lichtenberg“ für das künstlerische Empowerment von Kindern zum Thema Pflanzen und Tiere in Berlin. Das Kunstprojekt "Woman. Life. Story" machte über Digital Storytelling die Geschichten geflüchteter und nicht-geflüchteter Frauen sichtbar.
2025 realisierte sie die Kunstwerke "Wilde Möhre" im Bergmannkiez in Berlin-Kreuzberg und "Lottchen hoch drei" im Gymnasium Erich-Kästner-Straße in Berlin-Marzahn.
Aktuell leitet sie das Projekt "Kunstopie - Für (künstlerische) Vielfalt und Teilhabe in Lichtenberg, Berlin".
Sie erhielt mehrere Auszeichnungen bei öffentlichen internationalen und nationalen Wettbewerben.
Sie wirkt regelmäßig als Fachpreisrichterin in Kunst-am-Bau-Wettbewerben mit.