Aktuelles   –   Kontakt   –   Drucken

Zurück zur Übersicht

Neue Gelder für Ateliers im Berliner Landeshaushalt

Pressemitteilung des Atelierbüros vom 22.03.2016

Atelierbeauftragter sucht Mietflächen zum Ausbau des Atelierprogramms 

Die Situation für Berliner Künstlerinnen und Künstler wird immer bedrohlicher. Nach Schätzungen des Atelierbüros im Kulturwerk des bbk berlin gehen jedes Jahr bis zu 300 Ateliers auf dem freien Immobilienmarkt verloren. Zwar befinden sich mittlerweile rund 900 geförderte Ateliers im Portfolio des Atelierprogramms des Berliner Senats, „doch bei ca. 10.000 bildenden Künstlern, die in Berlin leben, ist das ein Tropfen auf dem heißen Stein“, sagt Berlins Atelierbeauftragter Florian Schmidt.“ Von diesen 10.000 bildenden Künstlerinnen und Künstlern haben sich 7.500 in Atelierbüro als ateliersuchend gemeldet. Darunter sind auch viele, die noch ein Atelier auf dem freien Markt haben, jedoch Mieterhöhungen oder Kündigungen fürchten. Daher hat der Atelierbeauftragte das Ziel, binnen fünf Jahren 2.000 neue bezahlbare Ateliers zu schaffen. Ein erster Schritt soll nun gegangen werden. Mit frischem Geld, welches im Berliner Landeshaushalt für die Arbeitsraumförderung aller Sparten der Berliner Kunstszene zur Verfügung stellt, sollen bis Anfang 2017 rund 200-300 neue Ateliers geschaffen werden. 

„Die Suche hat begonnen. Wir grasen die Stadt nach geeigneten Immobilien ab, um bei privaten Eigentümern Flächen anzumieten“, erläutert Schmidt. Das Berliner Atelierprogramm funktioniert so: Die Gesellschaft für Stadtentwicklung (GSE) mietet größere Atelierflächen an und vermietet diese zu für Künstlerinnen und Künstler bezahlbaren Konditionen unter. Die Differenz wird vom Berliner Senat bezahlt. Die Ausschreibung und Vergabe läuft über das Atelierbüro die Kulturwerk im bbk berlin GmbH, wo ein unabhängiger Vergabebeirat angesiedelt ist. 

„Die Anmietung von ca. 12.000 Quadratmetern Gewerbefläche ist eine Sofortmaßnahme, die den Druck ein wenig lindert“, sagt Schmidt. Doch die eigentliche Arbeit kommt danach. Neben der Umnutzung von landeseigenen Gebäuden, sollen durch Konzeptverfahren für den Verkauf von Liegenschaften des Landes und durch eine Atelier-Neubauinitiative weitere 1750 Ateliers geschaffen werden. „Das Ziel von 2000 neuen Ateliers erreichen wir nur, in dem wir verschiedene Maßnahmenpakete schnüren“, so Schmidt, der in Kürze einen Masterplan dazu vorlegen will. „Wir hoffen dabei auf die Mitwirkung von privaten und öffentlichen Immobilieneigentümern. Jetzt ist Geld da: Wer sich zuerst meldet, kann in den Genuss eines langfristigen und sehr soliden Vertragspartners kommen.“ Das Atelierprogramm nimmt den Eigentümern die Arbeit ab, ihre Objekte zu verwalten. „Die Miete kommt immer pünktlich und das über 10 oder nach Möglichkeit 20 oder 30 Jahre – hinzu kommen inspirierende Mieter/innen“, betont der Atelierbeauftragte für Berlin. 

Interessierte Eigentümer oder Verwalter können sich direkt beim Atelierbüro melden.  

 

Florian Schmidt 

Atelierbeauftragter und Atelierbüro im bbk kulturwerk
E-Mail: f.schmidt@bbk-berlin.de 
Tel.: 030 23 08 99 21 

  

Atelierbüro im Kulturwerk des bbk berlin GmbH

Köthener Straße 44

10963 Berlin

tel 030 230 899-21 Dr. Martin Schwegmann (Atelierbeauftragter)
tel 030 230 899-22 Birgit Nowack (Atelieranmietprogramm)
tel 030 230 899-23 Anna Fiegen (Atelieranmietprogramm)

tel 030 230 899-20 Kati Gausmann (Mietpreisgebundene Ateliers und Atelierwohnungen)


fax 030 230 899-19

atelierbuero@bbk-kulturwerk.de

 

Dienstag : 10.00 bis 13.00 Uhr
Donnerstag: 13.00 bis 16.00 Uhr
und nach telefonischer Vereinbarung

 

  Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa Abteilung Kultur