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Deutschlandradiokultur: Freie Kunstszene in Berlin an den Rand gedrängt

Deutschlandrundfahrt | Beitrag vom 12.04.2015

Von Susanne Arlt

Rund zehn Millionen Touristen besuchen jährlich Berlin - und das ist vor allem dem kreativen Flair der Hauptstadt zu verdanken. Doch immer mehr Künstler werden an die Peripherie gedrängt oder können sich ihre Ateliers nicht mehr leisten. Denn die Immobilien an der Spree sind teuer geworden.

Berlin - du bist zwar arm, dafür aber sexy und einfach so wunderbar! In diesem Werbeslogan muss ein Körnchen Wahrheit stecken, denn jedes Jahr besuchen rund zehn Millionen Touristen die Hauptstadt.

Das ist vor allem den vielen tausend Kreativen zu verdanken, die aus anderen Metropolen nach Berlin zogen, um hier zu leben und zu arbeiten. Doch seitdem internationale Immobilienfonds den Marktwert der Stadt in die Höhe treiben, treibt es die Künstler immer mehr an die Peripherie von Berlin.

Viele Atelier-Standorte gekündigt

2014 war für die Szene das bislang schlimmste Jahr. Vier traditionelle Atelier-Standorte wurden von privaten Eigentümern gekündigt. 150 Künstler verloren dadurch ihre Arbeitsgrundlage. Wie schützt man den Standortfaktor Subkultur, der Berlin auszeichnet? Was passiert mit Berlin, wenn ihre Künstler wegziehen?

Sie öffnen ihre Werkstätten dem Publikum, veranstalten Ausstellungen, faszinieren und schärfen die Sicht auf die Welt. Und sie waren es schließlich, die Berlin zu dem gemacht haben, was es heute ist: eine lässige Stadt mit vielen Freiräumen - eben: arm aber sexy.

Das vollständige Manuskript zur Sendung als PDF und im barrierefreien Textformat.

Beitrag hören  ca 45 min

Links zu Künstlern, die für ihre Räume und Hallen kämpfen:

Künstler-Allianz gegen das Ateliersterben in Berlin
abbanetzwerk.tumblr.com

Atelierhaus Prenzlauer Promenade – Hoffen auf eine „gemischte Platte"
atelierhausprenzlauerpromenadeberlin.wordpress.com

Erfolgreich, gefördert, Raum-los – der Projektraum „General Public"
www.generalpublic.de

Auch die deutsch-amerikanische Künstlergemeinschaft "Moving Poets" bangt um ihren Kunstraum
www.movingpoets.org

... den darstellenden Künstlern ergeht es nicht besser
www.pap-berlin.de

Geist ist noch flüchtiger als Kapital – haltet ihn fest! Ein Überblick über die Berlin Freie Szene
www.berlinvisit.org

  

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Köthener Straße 44

10963 Berlin

tel 030 230 899-21 Dr. Martin Schwegmann (Atelierbeauftragter)
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tel 030 230 899-20 Kati Gausmann (Mietpreisgebundene Ateliers und Atelierwohnungen)


fax 030 230 899-19

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