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Was die Freie Szene von Michael Müller erwartet

Tagesspiegel vom 15.12.2014, Patrick Wildermann

Kulturpolitisch ist der neue Regierende Michael Müller bislang nicht weiter aufgefallen. Nun amtiert er auch als Berliner Kultursenator und die Freie Szene erwartet viel: bezahlbare Ateliers, Mindesthonorare, City Tax.

Auzug:

Berlin bleibt Baustelle. Nicht zuletzt, was die Situation der Künstlerinnen und Künstler betrifft. ... „Wie erhalten wir bezahlbare Ateliers und Probenräume? Wo können wir rechtzeitig intervenieren, Gebäude zur Verfügung stellen oder erwerben?“ Die Freie Szene Berlins würde dem sicher nicht widersprechen.

Zumal sie mit der Problemlage sogar schon ein bisschen länger befasst ist als die Kulturpolitik.

Wo sehen Initiativen und Plattformen der Freien Szene die derzeit größten Baustellen? Wie schätzen sie Müllers kulturpolitische Kompetenzen ein, was wünschen sie sich vom neuen Kultursenator? Was den Blick auf die eigene Situation betrifft, fällt das Ergebnis recht einhellig aus. Ob Rat für die Künste, Koalition der Freien Szene, die Initiativen „Haben und Brauchen“, „Stadtneudenken“ oder das Atelierprogramm: Die aktuelle Lage wird in grauen bis schwarzen Farben beschrieben, bei gleichzeitig ungewisser Zukunft.

„Es gibt leider weder eine stadt- noch eine kulturpolitische Vision, wie sich Berlin weiterentwickeln soll“, stellt Leonie Baumann fest, Mitbegründerin von „Stadtneudenken“ und Rektorin der Kunsthochschule Weißensee. „Dabei leben und arbeiten hier so unglaublich viele Expertinnen und Experten, die gerne ihr Wissen in diese Denkprozesse einbringen würden.“ Heidi Sill und Julia Lazars von „Haben und Brauchen“ formulieren es so: „Während künstlerische Arbeit für Stadtmarketing und Ökonomisierung der Kultur instrumentalisiert wird, steigen die Mieten, gehen Räume verloren.“ Die Arbeits- und Lebensbedingungen der Berliner Kulturproduzentinnen, so Sill und Lazars, verschlechtern sich rasant. Ein Großteil der Tätigkeiten im Kulturbereich werde mit Honoraren unterhalb der Armutsgrenze vergütet.

Bezahlbare Ateliers und Kunststandorte in der Innenstadt

Berlins Atelierbeauftragter Florian Schmidt sieht die größte Herausforderung darin, überhaupt „Ateliers und Kunststandorte in der Innenstadt zu halten“. Zwar könne auch außerhalb des S-BahnRings zunehmend Interessantes entstehen. Aber wenn Produzieren und Präsentieren im Zentrum nicht mehr möglich ist, verliert „die Stadt ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal“, fürchtet Schmidt. Prekarisierung, Verdrängung und Vernachlässigung – Müller erbt eine Szene im Zustand der fortgeschrittenen Unzufriedenheit.

... der vollständige Artikel kann unter folgendem Link nachgelesen werden:

  

Atelierbüro im Kulturwerk des bbk berlin GmbH

Köthener Straße 44

10963 Berlin

tel 030 230 899-21 Dr. Martin Schwegmann (Atelierbeauftragter)
tel 030 230 899-22 Birgit Nowack (Atelieranmietprogramm)
tel 030 230 899-23 Anna Fiegen (Atelieranmietprogramm)

tel 030 230 899-20 Kati Gausmann (Mietpreisgebundene Ateliers und Atelierwohnungen)


fax 030 230 899-19

atelierbuero@bbk-kulturwerk.de

 

Dienstag : 10.00 bis 13.00 Uhr
Donnerstag: 13.00 bis 16.00 Uhr
und nach telefonischer Vereinbarung

 

  Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa Abteilung Kultur