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In Berlin herrscht ein Atelier-Notstand

Der Atelierbeauftragte im Kulturwerk des bbk berlin, Florian Schmidt, wurde ausführlich von Albini Zöllner in der Berliner Zeitung vom 02.06.2014 interviewt.

"Künstler beleben Kieze. Die Folge: Der Kiez wird attraktiver, die Mieten steigen. Am Ende können die Künstler an den Standorten, die sie selbst aufgewertet haben, nicht durchhalten. Ein Interview mit einem, der das verhindern soll.

Für bildende Künstler, deren Einkommen nicht gestiegen sind, werden Wohnungen und Ateliers knapper. Florian Schmidt will und kann da eingreifen. Er ist Berlins neuer Atelierbeauftragter – und eine Mischung aus Projektentwickler, Politikberater und Aktivist. Als solcher ist er auch Mitgründer der Initiative „Stadt Neudenken“, die den Senat drängt, die Liegenschaftspolitik neu auszurichten; gewissermaßen als Stellschraube der Kunstpolitik. Dadurch möchte Florian Schmidt dauerhaft bezahlbare Ateliers in der Stadt sichern.

Herr Schmidt, am 15. März bekamen Sie Ihr neues Amt. Kurz darauf, am 28. April, wurde Tim Renner Kulturstaatssekretär. Erhoffen Sie sich durch diese Personalien für Berlin neuen Schwung?

Natürlich. Aber allein neue Gesichter bringen noch nichts. Doch sowohl Tim Renner als auch Engelbert Lütke Daldrup, der Ende März zum Staatssekretär für Bauen und Wohnen berufen wurde, und ich – wir sind alle Quereinsteiger. Und ich glaube, dass Quereinsteiger Dinge neu denken und unbefangener an sie herangehen können. So lässt sich vielleicht manche Burgmentalität zwischen den Verwaltungen überwinden.

Manche wissen nicht einmal, dass es in Berlin einen Atelierbeauftragten gibt.

Den Posten gibt es schon über 20 Jahre, seit 1993.

Und was ist Ihre Aufgabe?

Zum Einen bin ich der Leiter des Atelierbüros und setze gemeinsam mit der Kulturverwaltung und der Gesellschaft für Stadtentwicklung (GSE) das Berliner Atelierprogramm um. Dafür mieten wir derzeit 560 Ateliers vom freien Markt oder von landeseigenen Gesellschaften an, zahlen pro Quadratmeter bis zu sieben Euro brutto und geben sie für maximal vier Euro brutto an die Künstler weiter. Diese Zwischensumme ist die Förderung. Dafür stehen 1,4 Millionen Euro zur Verfügung.

Es fehlen etwa 2000 Ateliers in Berlin."

... weiter in der Berliner Zeitung nachzulesen: http://www.berliner-zeitung.de/berlin/atelierbeauftragter-fuer-berlin-in-berlin-herrscht-ein-atelier-notstand,10809148,27318252.html

  

Atelierbüro im Kulturwerk des bbk berlin GmbH

Köthener Straße 44

10963 Berlin

tel 030 230 899-21 Dr. Martin Schwegmann (Atelierbeauftragter)
tel 030 230 899-22 Birgit Nowack (Atelieranmietprogramm)
tel 030 230 899-23 Anna Fiegen (Atelieranmietprogramm)

tel 030 230 899-20 Kati Gausmann (Mietpreisgebundene Ateliers und Atelierwohnungen)


fax 030 230 899-19

atelierbuero@bbk-kulturwerk.de

 

Dienstag : 10.00 bis 13.00 Uhr
Donnerstag: 13.00 bis 16.00 Uhr
und nach telefonischer Vereinbarung

 

  Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa Abteilung Kultur