Die Künstler-Datenbank
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Giegold, Rolf
www.rolfgiegold.deInstallation / Objektkunst, Skulptur, Konzeptkunst, Lichtinstallation, Klangkunst
Außer Betrieb (2011)
für EMG Berlin
"Außer Betrieb" ist eine Lichtinstallation, die aus einem Ensemble großer Leuchtkästen besteht, die...
für EMG Berlin
"Außer Betrieb" ist eine Lichtinstallation, die aus einem Ensemble großer Leuchtkästen besteht, die...
Anthologie:Garten:Remix (2006)
für Landesgartenschau Heidenheim
Sechs Schiedsrichterstühle, wie sie beispielsweise beim Tennis verwendet werden, stehen...
für Landesgartenschau Heidenheim
Sechs Schiedsrichterstühle, wie sie beispielsweise beim Tennis verwendet werden, stehen...
Spielplatz der Anderen (2002)
für Samtgemeinde Wathlingen
Eine handelsübliche Spielplatzarchitektur, bestehend aus Holzturm-Konstruktion mit Wackelsteg,...
für Samtgemeinde Wathlingen
Eine handelsübliche Spielplatzarchitektur, bestehend aus Holzturm-Konstruktion mit Wackelsteg,...
Statistik 1 (2001)
für Institut für aktuelle Kunst im Saarland
Eine Wandzeichnung im Hof des Instituts für aktuelle Kunst im Saarland zeigte als endlos...
für Institut für aktuelle Kunst im Saarland
Eine Wandzeichnung im Hof des Instituts für aktuelle Kunst im Saarland zeigte als endlos...
1991-93 Studium der Archäologie an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken, und der Universität Kretas, Rethymnon | 1993-99 Studium der Freien Kunst an der Hochschule der Bildenden Künste Saar, Saarbrücken, und an der Ecole Nationale des Beaux-Arts, Dijon | Diplom an der HBK Saar, Saarbrücken. Meisterschüler von Prof. Christina Kubisch | 2001-02 Lehrauftrag an der HBK Saar | Lebt in Berlin.
für EMG Berlin
"Außer Betrieb" ist eine Lichtinstallation, die aus einem Ensemble großer Leuchtkästen besteht, die einst als Werbeträger dienten. Die abgelegten und aus ihrem Nutzungszusammenhang
entfernten Ready-mades sind hier zu bewusst arrangierten
Objekten formiert, von denen nur noch wenige ein unregelmäßiges Flackern der Neonröhren aufweisen. Für den Betrachter entsteht eine offene, uneindeutige Situation – bewusst arrangierte Objekte, deren Erscheinung einem klaren
Kalkül folgt, oder eine defekte Lichtinstallation im Kontext einer
Ausstellung, in der nicht zuletzt die Frage nach der Funktion von Kunst aufgeworfen wird.
für Landesgartenschau Heidenheim
Sechs Schiedsrichterstühle, wie sie beispielsweise
beim Tennis verwendet werden, stehen turmartig
mit ihren Rückseiten einander zugewandt auf einer
Rasenfläche. Ihre als Lautsprecher modifizierten
'Schreibbretter' geben Textpassagen zum Thema
Garten wieder - eine klangliche Montage, bestehend aus Texten zur Gartenkunst, literarischen Beschreibungen und philosophischen Betrachtungen.
"[Giegolds] 'Anthologie:Garten:Remix' einer zugleich öffentlichen und privaten Sphäre sprachräumlicher Entfaltung
über das Wesen der Gartenkultur geht weit über das visuell Wahrnehmbare vor Ort hinaus und steht damit in einem gewissen Widerspruch zu der dort intendierten touristischen
Eventkultur. Jedoch die Möglichkeit des Erkletterns,
der Besteigung und das letztendliche, hoch über den
floristischen Schaufeldern liegende Erlebnis einer audiovisuellen Projektion 'Garten' reflektiert wiederum das von den Veranstaltern erwartete Infotainment."
(Horst Gerhard Haberl)
für Samtgemeinde Wathlingen
Eine handelsübliche Spielplatzarchitektur, bestehend aus Holzturm-Konstruktion mit Wackelsteg, Hangelbalken,
Netzaufstieg und Kletterstange, wurde -
gleichsam unerreichbar - in die Luft verlagert. Auf
Holzstelzen montiert, 'schwebte' der Spielplatz der Anderen für die Dauer von vier Jahren in etwa 4,00
m Höhe über dem Boden. Nach ihrer Demontage wurde die hybride Spielplatzarchitektur auf ihre herkömmliche Länge gekürzt und als Spielplatz in ein Wohngebiet eingegliedert.
"In der gegenständlichen Kunst, in der Installation, die mit alltäglichen Dingen umgeht, ist der künstlerische Akt der
des Ausstellens, des Hervorhebens, des Zeigens. Das Bild, das er damit hervorbringt, ist so intensiv und wirkungsvoll,
wie es den Bildgegenstand in den Zusammenhang öffentlicher Aufmerksamkeit bringt und es zum Inhalt von Kommunikation
und Auseinandersetzung macht. Der Künstler
belehrt nicht, er zeigt und macht den Betrachter zum
Akteur der Debatte. Was die Kinder unmittelbar spielerisch erfahren und fraglos entdecken, spielt sich im Denken und in der Phantasie des erwachsenen Betrachters ab. Als im
besten Sinne des Wortes 'provozierendes' Kunstwerk ist das Bild 'Spielplatz der Anderen', der Erwachsenen, der Ort ihrer Vorstellung der Möglichkeit spielerischer Erfahrung
in einem Architekturmodell, das eigentlich nichts von
dem zeigt, in welche gegenwärtige Architektur Kinder tatsächlich
hineinwachsen."
(Werner Meyer)
für Institut für aktuelle Kunst im Saarland
Eine Wandzeichnung im Hof des Instituts für aktuelle
Kunst im Saarland zeigte als endlos fortsetzbares Balkendiagramm eine nicht eindeutig zu entschlüsselnde
Statistik: Auf der imaginären x-Achse standen
sämtliche im Institut verzeichneten Künstlernamen.
Jedem dieser Namen war auf der y-Achse ein Balkenwert
zugeordnet, welcher zum Zeitpunkt der Realisation für alle Namen ermittelt wurde. Die Angabe eines Bezugsbegriffs für die variierenden Werte des Diagramms fehlte ebenso wie eine Erklärung zu den Namen. Herleitung und Aussage der statistischen
Kurve auf den beiden Innenwänden des hinteren
Hofes blieben spekulativ. Zum Zeitpunkt der
Realisation waren 1905 Namen in der Künstlerdatei
des Instituts für aktuelle Kunst im Saarland erfasst
(Stand: Juli 2001).
für Initiative Neue Bremm
Grenznah zu Frankreich liegt im industriellen Umfeld am Rande Saarbrückens eine KZ-Gedenkstätte. Sie
war zwischen 1999 und 2000 Gegenstand eines Ortstransfers, der in der Öffentlichkeit unter dem
Titel \"Wetterfernsehen - Telematische Skulptur der
KZ-Gedenkstätte Neue Bremm\" firmierte: Mittels Videotechnik wurde der ehemalige Schauplatz menschenverachtender
Verbrechen in seinem Jetzt-
Zustand an acht “Schau-Plätze” in der Saarbrücker
Innenstadt live übertragen und somit als Tatsache
präsent. Ein Schwerpunkt wurde dabei auf allgemein
stark frequentierte Orte gelegt, wie etwa den Eingangsbereich des Hauptbahnhofs, der Wartezone im Rathaus, den Schalterraum der Hauptpost oder das Foyer des Landtags sowie der Staatskanzlei.
\"Die Telematische Skulptur der KZ-Gedenkstätte bewegt
sich zwischen den beiden Polen einer wahrnehmungsstrategischen
Kunstpraxis und einer kommunikationsorentierten
Vermittlung von Wahrnehmung. Die skulpturalen Eigenschaften einer räumlichen Vernetzung von Bezugspunkten lassen sich dabei auf Oskar Schlemmers Definition der Plastik als \'lebender Organismus\' ebenso
zurückführen wie auf die \'Soziale Plastik\' von Joseph Beuys. Rolf Giegold und Sandra Anstätt übersetzen mit ihrem telematischen Skulpturprojekt die plastischen Eigenschaften
einer soziopolitischen Organvernetzung in die informationstechnologische
Jetztzeit.\"
(Horst Gerhard Haberl)
Rolf Giegolds künstlerische Arbeit setzt sich mit gesellschaftlichen Fragen und Phänomenen auseinander, die er in seinen Installationen zur Sprache bringt. Für seine konzeptuellen Arbeiten wurde er mehrfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet, darunter 2002 mit einem Stipendium der Akademie der Künste Berlin, 2006 mit dem Eberhard Roters Stipendium für junge Kunst, und 2007 mit einem Arbeitsstipendium im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf.
Rolf Giegold hat sein Werk bisher in zahlreichen Einzelausstellungen, Ausstellungsbeteiligungen und Projekten im öffentlichen Raum ausgestellt, u. a. in Augsburg, Berlin, Bochum, Dresden, Dubai, El Salvador, Erlangen, Göppingen, Graz, Liverpool, Luxemburg, Marl, Metz, München, Salzburg, Saarbrücken, Stuttgart und Wiesbaden.
Rolf Giegold hat sein Werk bisher in zahlreichen Einzelausstellungen, Ausstellungsbeteiligungen und Projekten im öffentlichen Raum ausgestellt, u. a. in Augsburg, Berlin, Bochum, Dresden, Dubai, El Salvador, Erlangen, Göppingen, Graz, Liverpool, Luxemburg, Marl, Metz, München, Salzburg, Saarbrücken, Stuttgart und Wiesbaden.
Mit freundlicher Unterstützung der Kulturverwaltung des Landes Berlin