Die Künstler-Datenbank
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Lanzinger, Pia
www.pialanzinger.depialanzinger@gmx.de
Installation / Objektkunst, Konzeptkunst, Partizipation, Performance / Aktionskunst, Fotografie
Petzer Freiheit (2012)
für Deutsche Stiftung Kulturlandschaft, Berlin
Petze, ein Dorf in Niedersachsen, erfuhr eine Entwicklung vom ursprünglichen Bauerndorf zur...
für Deutsche Stiftung Kulturlandschaft, Berlin
Petze, ein Dorf in Niedersachsen, erfuhr eine Entwicklung vom ursprünglichen Bauerndorf zur...
Lesestoff für den Barfußbereich (2012)
für Stadt Zürich
Das Projekt sieht eine Serie von Badetüchern vor, in die jeweils eines von 16 Zitaten aus der...
für Stadt Zürich
Das Projekt sieht eine Serie von Badetüchern vor, in die jeweils eines von 16 Zitaten aus der...
Tres piezas para barrenderos (2010)
für Goethe-Institut und UNAM, Mexiko-Stadt
Im historischen Zentrum von Mexiko-Stadt wurden drei Bühnen aufgestellt, auf denen drei Aufführungen...
für Goethe-Institut und UNAM, Mexiko-Stadt
Im historischen Zentrum von Mexiko-Stadt wurden drei Bühnen aufgestellt, auf denen drei Aufführungen...
Global Village 4560. Eine begehbare Landkarte (2007)
für Festival der Regionen, Oberösterreich
In der oberösterreichischen Kleinstadt Kirchdorf wurde die Tatsache thematisiert, dass...
für Festival der Regionen, Oberösterreich
In der oberösterreichischen Kleinstadt Kirchdorf wurde die Tatsache thematisiert, dass...
Pia Lanzinger arbeitet als Künstlerin in Berlin. Internationale Ausstellungstätigkeit, Arbeits- und Projektstipendien sowie Aufenthaltsstipendien in Südkorea, Worpswede, Paris und Edinburgh; Tätigkeit als Dozentin an Akademien und Hochschulen, als Jurymitglied und als Kuratorin von Ausstellungen in Kunstinstitutionen und im öffentlichen Raum.
Einzelausstellungen (Auswahl)
2011 Purloined Standards, Space of Art, Seoul/Südkorea
2009 Verhängnisvolle Rahmen, Kunstverein Langenhagen
2003 Play the Place – Bespiele den Raum, Kunstverein Wolfsburg
1999 The Girl’s Room Tour, The Travelling Gallery, Edinburgh/Schottland
1994 Ausstellungen b) Gepflegte Atmosphäre, Kunst-Werke Berlin
Kunst am Bau / im öffentlichen Raum (gewonnene Wettbewerbe)
2012 Der Hase und der Igel, Kunst-am-Bau-Projekt für eine Kinderkrippe in München-Riem
2007 Lesestoff für den Barfußbereich, 1. Preis beim Kunst-am-Bau-Wettbewerb Hallenbad City, Zürich
2007 GeschichtsKIOSK – Sammle Geschichte!, 1. Preis beim Kunst-im-öffentlichen-Raum-Wettbewerb “Software der Erinnerung” der Stadt Braunschweig (zusammen mit Arnold Dreyblatt)
Projekte im öffentlichen Raum (Auswahl)
2011 Petzer Freiheit, Kunst fürs Dorf – Dörfer für Kunst, Petze/Niedersachsen, Deutsche Stiftung Kulturlandschaft
was man (nicht) weiß, in: In die Stadt einschreiben 3, Kunst im öffentlichen Raum Steiermark, Graz
2010 Tres piezas para barrenderos, Residual, Goethe-Institut, UNAM/Muca Roma, Mexiko-Stadt
2007 Global Village 4560. Eine begehbare Landkarte, Festival der Regionen, Kirchdorft/Oberösterreich
2006 Nowa Huta History Playground, Industrial Town Futurism, Nowa Huta/Polen
2005 Ein Stück vom besten Österreich. (Made in USA). Trichtlinnburg, Salzburg/Maastricht/Tallinn
2004 Terrassenparty. Archiv einer Wohngemeinschaft, Privatgrün 2, Köln
2002 Playstation Vienna, site-seeing, disneyfizierung der städte?, Künstlerhaus Wien
2001 So wohnen wir, Wohnwelten, kunstprojekte_riem, Messestadt Riem
2000 Flugexperimente, ORTung, Wagrain/Österreich
ENTER: Staff Only, RE_public. Grazer Kunstverein auf der EXPO Hannover und steirischer herbst, Graz
Greifen Sie zum Telefon: Erlauf ist dran., Erlauf erinnert sich..., Niederösterreich, Erlauf
1999 Die Stadt und ihr Geschlecht – eine Führung durch München, Dream City, Kunstverein München
Gruppenausstellungen (Auswahl)
2011 BELVEDERE. Warum ist Landschaft schön?, Arp Museum Bahnhof Rolandseck
2010 Der offene Garten, Städtische Galerie Nordhorn
2009 No Sound of Music, Kunstverein Salzburg
Fifty/Fifty. Kunst im Dialog mit den 50er-Jahren, Wien Museum, Wien
2008 Interieur/Exterieur. Wohnen in der Kunst, Kunstmuseum Wolfsburg
Schrumpfende Städte, Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt
2006 on the move. verkehrskultur II, Westfälischer Kunstverein, Münster
for example S, F, N, G, L, B, C – Eine Frage der Grenzziehung, Shedhalle Zürich
2005 Arbeit*, Galerie im Taxispalais, Innsbruck; Ormeau Baths Gallery, Belfast/Irland 2006
COOLHUNTERS, ZKM in der Städtischen Galerie Karlsruhe; Kunsthalle Budapest 2006
Tektonik der Geschichte, Forum Stadtpark, Graz; ISCP, New York City 2009
Xenopolis. Von der Faszination und Ausgrenzung des Fremden, Rathausgalerie München
2004 Non Standard Cities, Halle auf dem Schlachthofgelände, Berlin
Schrumpfende Städte, Kunst-Werke, Berlin
2003 un-built cities, Bonner Kunstverein, Bonn
Social Structures in Urban Space, Dunkers Kulturhus, Helsingborg/Schweden
Trautes Heim, Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
Accessoiremaximalismus, Kunsthalle zu Kiel
2002 Geschichte(n), Kunstverein Salzburg
2001 ORTung, Galerie 5020, Salzburg
2000 I Believe in Dürer, Kunsthalle Nürnberg
1997 Das Mädchenzimmer (mit Julie Doucet und Cornelia Schmidt-Bleek), Kunstraum München
Sex & Space II, Forum Stadtpark, steirischer herbst, Graz
1994 when tekkno turns to sound of poetry, Shedhalle Zürich und Kunst-Werke, Berlin 1995
Einzelausstellungen (Auswahl)
2011 Purloined Standards, Space of Art, Seoul/Südkorea
2009 Verhängnisvolle Rahmen, Kunstverein Langenhagen
2003 Play the Place – Bespiele den Raum, Kunstverein Wolfsburg
1999 The Girl’s Room Tour, The Travelling Gallery, Edinburgh/Schottland
1994 Ausstellungen b) Gepflegte Atmosphäre, Kunst-Werke Berlin
Kunst am Bau / im öffentlichen Raum (gewonnene Wettbewerbe)
2012 Der Hase und der Igel, Kunst-am-Bau-Projekt für eine Kinderkrippe in München-Riem
2007 Lesestoff für den Barfußbereich, 1. Preis beim Kunst-am-Bau-Wettbewerb Hallenbad City, Zürich
2007 GeschichtsKIOSK – Sammle Geschichte!, 1. Preis beim Kunst-im-öffentlichen-Raum-Wettbewerb “Software der Erinnerung” der Stadt Braunschweig (zusammen mit Arnold Dreyblatt)
Projekte im öffentlichen Raum (Auswahl)
2011 Petzer Freiheit, Kunst fürs Dorf – Dörfer für Kunst, Petze/Niedersachsen, Deutsche Stiftung Kulturlandschaft
was man (nicht) weiß, in: In die Stadt einschreiben 3, Kunst im öffentlichen Raum Steiermark, Graz
2010 Tres piezas para barrenderos, Residual, Goethe-Institut, UNAM/Muca Roma, Mexiko-Stadt
2007 Global Village 4560. Eine begehbare Landkarte, Festival der Regionen, Kirchdorft/Oberösterreich
2006 Nowa Huta History Playground, Industrial Town Futurism, Nowa Huta/Polen
2005 Ein Stück vom besten Österreich. (Made in USA). Trichtlinnburg, Salzburg/Maastricht/Tallinn
2004 Terrassenparty. Archiv einer Wohngemeinschaft, Privatgrün 2, Köln
2002 Playstation Vienna, site-seeing, disneyfizierung der städte?, Künstlerhaus Wien
2001 So wohnen wir, Wohnwelten, kunstprojekte_riem, Messestadt Riem
2000 Flugexperimente, ORTung, Wagrain/Österreich
ENTER: Staff Only, RE_public. Grazer Kunstverein auf der EXPO Hannover und steirischer herbst, Graz
Greifen Sie zum Telefon: Erlauf ist dran., Erlauf erinnert sich..., Niederösterreich, Erlauf
1999 Die Stadt und ihr Geschlecht – eine Führung durch München, Dream City, Kunstverein München
Gruppenausstellungen (Auswahl)
2011 BELVEDERE. Warum ist Landschaft schön?, Arp Museum Bahnhof Rolandseck
2010 Der offene Garten, Städtische Galerie Nordhorn
2009 No Sound of Music, Kunstverein Salzburg
Fifty/Fifty. Kunst im Dialog mit den 50er-Jahren, Wien Museum, Wien
2008 Interieur/Exterieur. Wohnen in der Kunst, Kunstmuseum Wolfsburg
Schrumpfende Städte, Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt
2006 on the move. verkehrskultur II, Westfälischer Kunstverein, Münster
for example S, F, N, G, L, B, C – Eine Frage der Grenzziehung, Shedhalle Zürich
2005 Arbeit*, Galerie im Taxispalais, Innsbruck; Ormeau Baths Gallery, Belfast/Irland 2006
COOLHUNTERS, ZKM in der Städtischen Galerie Karlsruhe; Kunsthalle Budapest 2006
Tektonik der Geschichte, Forum Stadtpark, Graz; ISCP, New York City 2009
Xenopolis. Von der Faszination und Ausgrenzung des Fremden, Rathausgalerie München
2004 Non Standard Cities, Halle auf dem Schlachthofgelände, Berlin
Schrumpfende Städte, Kunst-Werke, Berlin
2003 un-built cities, Bonner Kunstverein, Bonn
Social Structures in Urban Space, Dunkers Kulturhus, Helsingborg/Schweden
Trautes Heim, Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
Accessoiremaximalismus, Kunsthalle zu Kiel
2002 Geschichte(n), Kunstverein Salzburg
2001 ORTung, Galerie 5020, Salzburg
2000 I Believe in Dürer, Kunsthalle Nürnberg
1997 Das Mädchenzimmer (mit Julie Doucet und Cornelia Schmidt-Bleek), Kunstraum München
Sex & Space II, Forum Stadtpark, steirischer herbst, Graz
1994 when tekkno turns to sound of poetry, Shedhalle Zürich und Kunst-Werke, Berlin 1995
für Deutsche Stiftung Kulturlandschaft, Berlin
Petze, ein Dorf in Niedersachsen, erfuhr eine Entwicklung vom ursprünglichen Bauerndorf zur dörflichen Wohnsiedlung im Einzugsbereich einer Großstadt. Automobilität und veränderte Lebensgewohnheiten haben einen Schwund kommunikativer Strukturen bewirkt, der nur teilweise durch eine rege Vereinskultur aufgefangen wird. Von vielen Dorfbewohnern wird daher ein ungezwungener Treffpunkt im Dorf vermisst, auch weil Petze als Straßendorf nie einen Dorfplatz besessen hat. Das Projekt „Petzer Freiheit“ griff diesen Wunsch auf, indem es den Versuch unternahm, die Ausgestaltung und Bekanntmachung eines geeigneten Ortes zu initiieren. Durch diverse Veranstaltungen, Aktionen und installative Eingriffe nahm der Platz Schritt für Schritt Gestalt an und wurde als offener Freiraum etabliert.
Mit einem Vorschlag zur baulichen Umgestaltung wurde ein zusätzlicher Anstoß für eine weitergehende Nutzung und Aneignung gegeben, die jedoch den Bewohnern und ihren zukünftigen Aktivitäten überlassen bleibt. Diese Offenheit ist es auch, die dem Projekt seinen Namen gab.
für Stadt Zürich
Das Projekt sieht eine Serie von Badetüchern vor, in die jeweils eines von 16 Zitaten aus der Literatur zum Thema Schwimmen, Körper und Bewegung eingewoben sind, und die im Schwimmbad ausgeliehen werden können. Die Besucher des Schwimmbades machen schon jetzt
regen Gebrauch von der Möglichkeit, auf das Mitbringen von eigenen Badetüchern zu verzichten. Daher geht das Konzept
davon aus, dass sich eine breite Verteilung der literarischen Objekte im Raum ergibt, die mit den Badegästen und ihren Bewegungen korrespondiert. Über dieses performative Moment sind
die Nutzer des Bades in das Kunstwerk miteinbezogen. Die Dynamik des Schwimmens und des modernen Schwimmbetriebs wird dabei aufgegriffen und ästhetisch reflektiert.
Der thematische Bogen, den die Zitate spannen, soll die Wahrnehmung des Hallenbads als Knotenpunkt kulturellen, sozialen und sportlichen Lebens in Zürich verstärken und die Besucher zu einem geistigen Ausflug in verschiedene literarische Welten motivieren.
für Goethe-Institut und UNAM, Mexiko-Stadt
Im historischen Zentrum von Mexiko-Stadt wurden drei Bühnen aufgestellt, auf denen drei Aufführungen mit Barrenderos (Straßenkehrern) stattfanden. Die Straßenkehrer, die in der Umgebung gewöhnlich ihre regulären Arbeiten verrichten, konzipierten die Stücke im Wesentlichen selbst und konnten dabei aus ihrer tendenziellen Unsichtbarkeit heraustreten, indem sie sich als Personen mit einer eigenen Perspektive und kulturellen Ansprüchen präsentieren. Die Vorgabe bestand in drei verschiedenen „Genres“: Chor, Individual- und Gruppenportrait. Minimalistische Bühnenformen gaben dem Projekt ein zeitgemäßes und dennoch provokantes Design. Insgesamt wurde damit auf eine punktuelle Intervention in die konsumistisch geprägte Ordnung großer Innenstadtbereiche abgezielt.
für Festival der Regionen, Oberösterreich
In der oberösterreichischen Kleinstadt Kirchdorf wurde die Tatsache thematisiert, dass Globalisierung in unserer Gesellschaft kein äußerliches, sondern ein integrales Merkmal darstellt.
Visuelle Markierungen im öffentlichen Raum benannten ganz konkret einige der vielfältigen Beziehungen von BewohnerInnen zu entfernten Regionen und durchbrachen damit die herrschende Norm des traditionellen und homogenen Stadtbildes. Die Intervention gab den Blick auf die verdrängte Seite regionalistischer Kultur frei: eine komplexe Struktur heterogener Identitäten.
für Stadt Braunschweig
Eine Reihe von Sammelbildern folgt den Schicksalen dreier Menschen während der nationalsozialistischen Herrschaft. Sie führen an Orte von Verbrechen und Leid quer durch Braunschweig. Dort stehen spezielle Automaten („GeschichtsKIOSKE“), mit denen ein Sammelalbum Bild für Bild vervollständigt werden kann. Die Kombination von solchen Kiosken im Stadtraum, den Bildern, die dort erhältlich sind, sowie den Sammelalben, in welche die Bilder zur Ergänzung bereits vorhandener Texte eingefügt werden können, verbindet ausgewählte Einzelschicksale mit der Historie einer Stadt. Durch die dezentrale Verortung der drei Geschichten, die nachhaltig vom nationalsozialistischen Terrorregime geprägt sind, wird die historische Erkundung räumlich konkretisiert. Neben einem Spiel mit der Sammelleidenschaft und dem Spannungsmoment, das die Erzählungen erzeugen, wird somit auch die Erfahrungsqualität des urbanes Raumes genutzt, um die Wahrnehmung der nationalsozialistischen Geschichte zu erneuern und zu vertiefen. Wie ein roter Faden verläuft diese Spur der Erinnerung somit bis in die Gegenwart, und nimmt dabei eine Gestalt an, die sich vom traditionellen Denkmal nach Form und Wirkungsweise klar abhebt.
Kunst bietet die Chance, die Aufmerksamkeit auf Gebiete zu lenken, deren Bedeutung regelmäßig verkannt wird. Meine Arbeiten beschäftigen sich mit weniger beachteten Strukturen zeitgenössischer Lebensräume und erstrecken sich dabei über Aspekte architektonischer Vorgaben bis hin zu sozialen und historischen Bezugssystemen, wobei sie ebenso nach den Wurzeln von Konflikten, wie nach Chancen für Alternativen suchen. Thematisch geht es also um (post-)moderne Lebens-, Arbeits- oder Geschlechterverhältnisse, und mein Blick richtet sich bevorzugt auf narrative und performative Verfahren der Verortung in einer Landschaft verwirrender Kontexte. Oft beruhen die Projekte auf Kooperationen mit Personen, die ich als Mitbeteiligte bei einem medialen Experiment ansehe. Wenn es dabei gelingt, Bruchstellen oder Zonen der Unbestimmtheit innerhalb der herrschenden Regeln aufzuzeigen, um davon ausgehend zur Lust am aktiven Spiel mit den Vorgaben alltäglicher Existenz anzuregen, dann bin ich meinem Ziel näher gekommen.
Mit freundlicher Unterstützung der Kulturverwaltung des Landes Berlin