Die Künstler-Datenbank
| A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | alle |
Maja Weyermann lebt und arbeitet in Berlin. Studium der bildenden Künste an der Gerrit Rietveld Academie Amsterdam und an der UdK Berlin. Seit 1999 Arbeit mit simulierten Räumen und computergenierten Bildern. Mehrere Stipendien und Förderpreise, u.Ä. zweimal das Arbeitsstipendium des Senats Berlin. 2010 Projektförderung durch die European Cultural Foundation für "real-time-nomads". Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen, u.Ä. in dem Museum of Fine Arts Chandigarh, IIC Neu Dehli, Fondation Suisse/Pavillon Le Corbusier, Paris und Fondation d’architecture, Luxembourg.
ausführliche Vita unter : http://artnews.org/majaweyermann/?s=4
ausführliche Vita unter : http://artnews.org/majaweyermann/?s=4
für Fondation Suisse, Paris
für european cultural foundation
http://www.real-time-nomads.com
Ausstellungsansicht : Chandigarh, Galerie Vera Munro, 2008
für Kunstruimte Berlin
für Kunstruimte Berlin
Olaf Bartels, „Chandigarh, Bilder von Maja Weyermann“, Bauwelt 13/2008, Berlin, März 2008
Die Schweizer Künstlerin rekonsturiert Räume - meist virtuell, ab und an auch real. Mit Vorliebe nimmt sie sich dabei jenen Räumen an, die die klassische Moderne hervorgebracht hat. Architekten wie Ludwig Mies van der Rohe oder Le Corbusier, aber auch Ludwig Wittgenstein und sein Haus in Wien, regen sie besonders an. Aber, das sei jenen Architekten zugerufen, die Maja Weyermann jetzt für ihren neuen Internetauftritt einplanen: Es entstehen dabei keine dokumentarischen Abbildungen der Räume, sondern eigene künstlerische Interpretationen. Ihre Bilder bleiben auch nicht im Computer. Das Endprodukt sind großformatige C- oder Lamdaprints, die zu ihrer Betrachtung selbst einigen Raum benötigen. Die Galerie vera munro in Hamburg-Eppendorf hat diesen bereitgestellt und zeigt Arbeiten der Künstlerin über Chandigarh.
Die Stadt wurde bekanntlich von Le Corbusier geplant, dort baute er auch einige öffentliche Gebäude. Corbusiers in Europa geprägte räumliche Vorstellung trifft hier auf fremde klimatische und kulturelle Bedingungen, was zwanglsäufig zu Konflikten führt. Schließlich gibt es in Indien eine reiche und alte Bautradition, die auf einem anderen als dem europäischen Raumverständnis basiert. Diesem Widerspruch und anderen Phänomenen ist Maja Weyermann in intensiven Recherchen und vielen Gesprächen mit Architekten und Stadtplanern in Indien nachgegangen und hat sie zur Grundlage ihrer Arbeiten gemacht. Die glatten Oberflächen der radikalmodernen Architektur kommen ihren Arbeiten, die mit CAD-Computerprogrammen entstehen, sehr nahe, so dass die geometrischen Formen der Bilder auf den ersten Blick die Assoziationen der klassischen Moderne aufrufen. Doch die Komplexität, die verschiedenen Raumperspektiven und die Verdichtung vieler Aspekte in einem Bild verwirren den Betrachter wiederum und bereiten so das Feld für eine teifer gehende Auseinandersetzung mit den Themen Raum, Klima, Architektur und Lebenskultur, mit dem Fremden und dem Eigenen. Die Arbeiten von Maja Weyermann sind Ausdruck einer intensiven Auseinandersetzung mit ihrem Untersuchungsgegenstand, einer exakten Raumkonstruktion und ihrer philosophischen Reflexion. (...)
Die Schweizer Künstlerin rekonsturiert Räume - meist virtuell, ab und an auch real. Mit Vorliebe nimmt sie sich dabei jenen Räumen an, die die klassische Moderne hervorgebracht hat. Architekten wie Ludwig Mies van der Rohe oder Le Corbusier, aber auch Ludwig Wittgenstein und sein Haus in Wien, regen sie besonders an. Aber, das sei jenen Architekten zugerufen, die Maja Weyermann jetzt für ihren neuen Internetauftritt einplanen: Es entstehen dabei keine dokumentarischen Abbildungen der Räume, sondern eigene künstlerische Interpretationen. Ihre Bilder bleiben auch nicht im Computer. Das Endprodukt sind großformatige C- oder Lamdaprints, die zu ihrer Betrachtung selbst einigen Raum benötigen. Die Galerie vera munro in Hamburg-Eppendorf hat diesen bereitgestellt und zeigt Arbeiten der Künstlerin über Chandigarh.
Die Stadt wurde bekanntlich von Le Corbusier geplant, dort baute er auch einige öffentliche Gebäude. Corbusiers in Europa geprägte räumliche Vorstellung trifft hier auf fremde klimatische und kulturelle Bedingungen, was zwanglsäufig zu Konflikten führt. Schließlich gibt es in Indien eine reiche und alte Bautradition, die auf einem anderen als dem europäischen Raumverständnis basiert. Diesem Widerspruch und anderen Phänomenen ist Maja Weyermann in intensiven Recherchen und vielen Gesprächen mit Architekten und Stadtplanern in Indien nachgegangen und hat sie zur Grundlage ihrer Arbeiten gemacht. Die glatten Oberflächen der radikalmodernen Architektur kommen ihren Arbeiten, die mit CAD-Computerprogrammen entstehen, sehr nahe, so dass die geometrischen Formen der Bilder auf den ersten Blick die Assoziationen der klassischen Moderne aufrufen. Doch die Komplexität, die verschiedenen Raumperspektiven und die Verdichtung vieler Aspekte in einem Bild verwirren den Betrachter wiederum und bereiten so das Feld für eine teifer gehende Auseinandersetzung mit den Themen Raum, Klima, Architektur und Lebenskultur, mit dem Fremden und dem Eigenen. Die Arbeiten von Maja Weyermann sind Ausdruck einer intensiven Auseinandersetzung mit ihrem Untersuchungsgegenstand, einer exakten Raumkonstruktion und ihrer philosophischen Reflexion. (...)
Mit freundlicher Unterstützung der Kulturverwaltung des Landes Berlin