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Ein Jahr Erfahrung

Der Projektfonds Kulturelle Jugendbildung

Wir haben in zahlreichen Gesprächen mit den von uns betreuten, beratenen oder begleiteten Künstlerinnen und Künstlern ein Zwischenfazit der bislang geleisteten Arbeit und der in den Projekten gesammelten Erfahrungen gezogen. Aus ihm ergeben sich drei Vorschläge, die wir zur Verbesserung und Intensivierung der Projektarbeit Ihnen gegenüber gern zur Diskussion stellen wollen.

1. Obwohl die Organisation der Auswahlgremien für die von den Bezirken zu fördernden Projekten der Projekte bei den Bezirken selbst liegt, bitten wir Sie sehr herzlich darum, gegenüber den Bezirken anzuregen, grundsätzlich Fachjurys unter Beteiligung von Berufskünstlerinnen und -künstlern zur Bewertung und Auswahl der Projektanträge einzuberufen und diese für diese Tätigkeit auch angemessen zu honorieren. So verfahren die Bezirke Tempelhof-Schöneberg und Friedrichshain-Kreuzberg. Idealerweise würde, wie in Tempelhof-Schöneberg, ein/e Projektkoordinator/in damit beauftragt, die Künstlerinnen und Künstler in den Projekten zu begleiten und die Vor- und Nachbereitung der Projekte zu betreuen. Vielleicht ist es Ihnen möglich, den Bezirken eine entsprechende Empfehlung zu unterbreiten.

2. Wir halten die Zahlung einer Dokumentationspauschale pro Projekt von 500,-- € gegebenenfalls mit prozentualer Anpassung bei bezirksübergreifenden oder langfristigen Projekten für erforderlich. Aussagekräftige Projektdokumentationen sind Grundlage für eine Sicherung der künstlerischen Projektidee und Strategie, für die spätere Evaluation der Projekte und bieten zugleich den Ausgangspunkt für Angebote und Fortführungsprojekte für weitere Bildungseinrichtungen.

3. Der an die Künstlerinnen und Künstler gezahlte Stundensatz von 25,-- € steht in fast allen Fällen nicht in einem ausgewogenen Verhältnis zur geleisteten Arbeit. Allein die Arbeit der Projektvorbereitung in organisatorischer und inhaltlicher Hinsicht, die sehr zeitaufwändige Organisation der pädagogisch-sozial anspruchsvollen Arbeit an sich und schließlich auch die Nachbereitung von Projekten machen aus unserer Sicht entweder die Zahlung eines erhöhten Stundensatzes von 40,-- erforderlich oder aber eine andere Berechnungsgrundlage für die in das Projekt von den Künstlerinnen und Künstlern investierte und bezahlte Zeit, in die dann Zeiten der Projektvor- und nachbereitung in anderer Größenordnung als bisher einbezogen werden müssten. Auch Mischformen zwischen beiden Modellen sind denkbar. Uns ist klar, dass mit einer verbesserten Honorierung der an den Projekten beteiligten Künstlerinnen und Künstler gegebenenfalls eine wenngleich geringfügige Verringerung der Zahl der geförderten Projekte verbunden ist, sind aber davon überzeugt, dass neben dieser notwendigen Fairness die Nachhaltigkeit der Projekte und ihre Qualität stabilisiert und erhöht wird.

  

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  Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa Abteilung Kultur