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Information: Atelierprogramm

Vergabe von Ateliers im Atelierprogramm

Update: 11.01.2018

Im Berliner Atelierprogramm werden subventionierte Gewerbeflächen als Ateliers für professionelle Bildende Künstlerinnen und Künstler vermittelt. Voraussetzung für die Bewerbung ist die Professionalität, die berufliche und soziale Dringlichkeit und ein jährliches Einkommen unter derzeit 16.055 € netto p.a. Ein Vergabebeirat wählt unter den BewerberInnen aus. Die Vergabe der Ateliers erfolgt für die Dauer von 2 Jahren auf der Grundlage eines Untermietvertrages mit Förderzusatz durch den Hauptmieter, der Gesellschaft für Stadtentwicklung (GSE). Nach Ablauf des Vertrages erfolgt erneut eine Einkommensüberprüfung ( Formular ). Sind die Fördervoraussetzungen nach wie vor erfüllt, werden die Verträge in der Regel für weitere 2 Jahre verlängert. Nach 4 Jahren erfolgt eine weitere Prüfung hinsichtlich des Fortbestandes der beruflichen und sozialen Dringlichkeit Ihres Atelierbedarfes. Seit dem Beschluss des Abgeordnetenhauses vom 20.06.07 ist die Förderzeit auf 8 Jahre begrenzt . Die KünstlerInnen sind verpflichtet, bei Atelierwechsel und/ oder längerem Auslandsaufenthalt ihre Räume zur Nach- oder Untervermietung freizumelden. Die ausgeschriebenen Flächen beinhalten i.d.R. die Atelierfläche + anteilige Nebenflächen (z.B. Flur, WC, Gemeinschaftsraum etc.). Nebenflächen sind keine Lagerflächen.
Es wird keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben übernommen. Änderungen sind möglich.

ANMIETPROGRAMM
GRUNDSÄTZLICHES ZUM PROGRAMM

Stabilisierung und Ausbau der Infrastruktur für Bildende Kunst in Berlin erfordern ein Spektrum von Instrumenten und Maßnahmen.
Deshalb ist ein Strukturförderungsprogramm durchgesetzt worden, mit dem Künstlerarbeitsstätten und Atelierwohnungen angemietet werden können. Entstanden ist es auf Initiative des Berufsverbandes Bildender Künstler Berlins mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten, die es finanziert, des Atelierbeauftragten und der Gesellschaft für Stadtentwicklung (GSE), einem Freien Träger im Bereich gemeinnütziger Wohn- und Arbeitsraumverwaltung. Es wird von einem Beirat begleitet, der mehrheitlich aus Künstlerinnen und Künstlern besteht und Ateliervergabe- und Förderentscheidungen trifft.
Ziel des Programms ist es, Künstlerinnen und Künstlern, die bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten einen zahlbaren und geeigneten Arbeitsraum anbieten zu können.
Arbeitsräume sind für die künstlerische Arbeit berufsnotwendige Voraussetzungen. Deshalb wird der Zugang zu diesem Programm für professionell arbeitende Künstlerinnen und Künstler nicht durch die Verpflichtung zum Nachweis besonderer Förderungswürdigkeit eingeschränkt. Arbeitsraum soll grundsätzlich jedem professionell arbeitenden Künstler verfügbar gemacht werden.
Ein Rechtsanspruch auf Teilnahme an diesem Programm besteht allerdings nicht. Weil die zur Verfügung stehenden Mittel begrenzt sind, wird auch die Zahl der geförderten Arbeitsräume und Atelierräume begrenzt sein. Rechnen Sie also bitte auch damit, daß Ihr Antrag unter Umständen nicht berücksichtigt werden kann.

DAS PROGRAMM
DIE NEUANMIETUNG UND VERGABE VON ARBEITSRÄUMEN UND ATELIERRÄUMEN

GSE mietet Räume, die für künstlerische Arbeit geeignet sind, von Städtischen Wohnungsbaugesellschaften und anderen Vermietern an. Das Büro des Atelierbeauftragten bietet diese Räume den Künstlerinnen und Künstlern, die sich um ein Atelier in diesem Programm beworben haben, per Rundschreiben und über das Internet an. Ein Beirat, der mehrheitlich aus Künstlern besteht und vom Kultursenator berufen ist, entscheidet nach Kriterien der Dringlichkeit und der Professionalität über die eingegangenen Bewerbungen.
Die Bewerbungsunterlagen müssen vollstänig, ausgedruckt  und unterschrieben zum jeweiligen Bewerbungsschluss im Atelierbüro vorliegen.
Die GSE schließt danach mit den benannten Künstlerinnen und Künstlern Untermietverträge.
Sie gibt dabei grundsatzlich ihre eigenen Generalmietvertragsbedingungen weiter. Die Nutzungsverträge können also von Objekt zu Objekt unterschiedlich sein. Die Höhe der Untermiete soll für die Künstler 4 € brutto/warm (also inkl. aller Nebenkosten) als Höchstwert pro Quadratmeter nicht überschreiten. Nach Lage. Zustand und Ausstattungsstandard können die Miethöhen auch variieren.
Darüberhinaus besteht die Möglichkeit, in besonders begründeten Einzelfällen
- also beispielsweise besonders schwierigen finanziellen Verhaltnissen oder besonders hohen berufsbedingten Ausgaben
- die Untermiete zu ermäßigen. Die Miethöhe richtet sich also nach
- der Qualität des Objekts,
- in besonderen Fällen der individuellen Einkommenssituation.
Die Miethöhe soll einen Maximalwert von 4,09 € pro m² warm nicht überschreiten.
Die Untermietverträge sind befristet, um
- etwa bei veränderter Einkommenssituation einer Künstlerin/ eines Künstlers
- Mietanpassungen vornehmen zu können. Nach erneutem Einkommensnachweis werden, bei unveränderten Voraussetzungen, die Verträge verlängert

WER KANN SICH FÜR DAS ANMIETPROGRAMM BEWERBEN?
Jeder Künstler, der in Berlin seinen Wohnsitz hat, als professioneller Künstler tätig ist und bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreitet.

DER GRUND DER BEWERBUNG:
Sie verfügen über keinen geeigneten Arbeitsraum.

WO MELDE ICH MICH AN?
Atelierbüro
Kulturwerk des BBK
Köthener Str. 44
10963 Berhn

Tel: 030/230 899 20

Hier fordern Sie das Anmeldeformular an.

WIE BEWERBE ICH MICH?

Verfügen sie nicht oder nicht ausreichend über Arbeitsraum und wollen Sie sich für einen Arbeitsraum oder für eine Atelierwohnung im Rahmen des Programms bewerben, melden Sie bitte Ihren Bedarf an (Anmeldung: Atelier-Newsletter)
Mit Ihrer Anmeldung werden Sie in unseren Verteiler aufgenommen und erhalten dann regelmäßig Atelierangebote.

Wollen Sie sich dann auf ein konkretes, für Sie geeignetes Atelier bewerben, dann reichen Sie bitte folgende Unterlagen ein:

einzureichende Bewerbungsunterlagen

Der Beirat klärt dann Ihre Professionalität, die Einhaltung der Einkommensgrenzen vorausgesetzt.
(zu den Einkommensgrenzen lesen Sie bitte auf Seite 15 »Welche Einkommensgrenzen dürfen nicht überschritten werden«?
Die Höhe der Untermiete für diese Räume soll einen Maximalwert von 4,09 € pro m² warm nicht überschreiten. Sie kann variieren nach Zustand, Ausstattung und Lage. Sollt die Untermiete, die für das konkrete Objekt verlangt wird, für Sie zu hoch sein, sollten Sie dies kurz und formlos schriftlich begründen und die Grenzen Ihrer Zahlungsfähigkeit nachvollziehbar darstellen. Diese Erklärung legen Sie bitte dem Bewerbungsschreiben bei.
Der Beirat wird auf der Grundlage Ihrer Bewerbung für einen bestimmten Raum oder bestimmte Räume über die Vergabe entscheiden. Wenn wegen der Ateliernot mit vielen Bewerbungen zu rechnen ist, dürften mehrmalige Bewerbungen in der Regel unvermeidlich sein.

Bitte beachten Sie den Bewerbungsschluss (siehe aktuelle Ausschreibung - Eingang im Atelierbüro)!

WER KLÄRT MEiNE PROFESSIONALITÄT ALS BILDENDER KÜNSTLER?

Der Atelierbeirat setzt sich aus neun stimmberechtigten Mitgliedern und neun Vertretern/Vertreterinnen zusammen.
- zehn Mitglieder werden vom bbk berlins e.V. benannt
- zwei Mitglieder werden von einer Institution der Bildenden Kunst benannt
- sechs "ausgewiesene Persönlichkeiten" werden von der Kulturverwaltung benannt
- ein Mitglied mit beratender Funktion wird aus den Bezirksverwaltungen benannt

WELCHE EINKOMMENS GRENZEN DÜRFEN NICHT ÜBERSCHRITTEN WERDEN?
WAS IST MEIN EINKOMMEN?

Im Fragebogen zur Einkommenssituation (Download) muß Ihr gesamtes Netto-Jahreseinkommen angegeben werden. Zum Einkommen gehören sämtliche Einkommensarten, also Einnahmen aus Werkverkäufen, Einnahmen aus Honorar- und Werkverträgen, Lohn- und Gehaltseinkommen und Kapitalerträge einerseits, Stipendien, Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe, Wohngeld, Rente, Sozialhilfe, Kindergeld, Beihilfen andererseits, sowie sonstige Einnahmen. Angegeben werden soll das Netto-Einkommen, also das Einkommen nach Steuern (Anhaltspunkt: ca. 70% der Brutto-Arbeits- oder Kapitaleinkünfte) zzgl. der beispielhaft genannten staatlichen Leistungen oder Versicherungsleistungen, die ja nicht versteuert werden.

EINKOMMENSGRENZEN
Es sollten folgende Jahres-Nettoeinkommen nicht überschritten werden: (Beispiele)
- ein/e alleinstehende/n Künstler/in von 16.055 €
- ein/e alleinstehende/r Künstler/in (mit Kind) von 18.417 €
- ein Ehepaar (ein Partner Künstler) gemeinsam 18.335 €
- ein Ehepaar (beide Partner Künstler) gemeinsam 23.448 €
- ein Ehepaar (ein Kind, ein Partner Künstler) gemeinsam 20.697 €
Für jede im Haushalt lebende und von Ihnen zu unterhaltende Person (also insbesondere für Kinder unter 18 Jahren) erhöht sich die Einkommensgrenze um 2.362 €
Sollten Ihre berufsbedingten Ausgaben (Materialaufwendung, Werbungskosten) 5.000.--€ überschritten haben, belegen Sie dies bitte durch Kopien der entsprechenden Rechnung.

WER GIBT AUSKUNFT, WENN ICH RÜCKFRAGEN HABE?
Für Bewerbungen:
Atelierbüro
Köthener Straße 44
10963 Berlin
Tel:230 899 - 22
dienstags 10.00-13.00 Uhr
donnerstags 13.00-16.00 Uhr

Für Vertragsverhandlungen:
GSE - Geselischaft für Stadtentwicklung mbH
Prinzenallee 74
13 357 Berlin
Tel.: 493 06 320

Sollten Sie Räume kennen, die sich für eine Anmietung eignen würden, wenden Sie sich bitte an das Atelierbüro.
Bewahren Sie diese Information bitte sorgfältig auf.

ATELIERFÖRDERUNG ALS STRUKTURFÖRDERUNG-DIE STADT BRAUCHT KUNST  KÜNSTLER BRAUCHEN DIE STADT
Kunst läßt sich nicht atomisieren. Künstler brauchen das Netzwerk von Galerien, überregionalem Publikum, Sammlern, Presse und Austausch und Wettbewerb untereinander. Kunst lebt in und aus der Konfrontation. mit gesellschaftlicher Wirklichkeit. Abwanderung aus dem Zentrum reduziert zwar Kosten, aber auch die Qualität von Kunst. Eine Verdrängung der Künstler über den Verlust von Arbeitsstätten hat Folgen.
Nach den Künstlern gehen die Galerien und der Kunstmarkt. Betroffen ist die Stadt als Ganze.
Finanzstarke Nutzungen innerstädtischer Flächen können den Verlust an Kreativität, Urbanität und Internationalität nicht ausgleichen. Dieser Verlust droht: Schon jetzt verlassen Künstlerinnen und Künstler Berlin, ist die Neugewinnung von Künstlern für Berlin durch den Mangel an Arbeitsraum vielfach blockiert. Atelierförderung als Strukturförderung ist deshalb zwingend geboten.

ARBEITSRÄUME ALS BERUFSNOTWENDIGKEIT
Professionelle künstlerische Arbeit ist ohne geeigneten Arbeitsraum nicht möglich. Atelierförderung d. h.  die Beschaffung bezahlbarer Arbeitsräume für Bildende Künstlerinnen und Künstler ist eine Förderung von Infrastruktur. Sie ist deshalb nicht vergleichbar mit Begabtenförderung, individueller sozialer Nothilfe oder Wettbewerben und Stipendien. Wenn grundgesetzliche Schutz der Kunst und ihrer Ausübung eine Entsprechung für ihre infrastrukturellen Voraussetzungen finden soll, muß Arbeitsraum grundsätzlich jedem professionell arbeitenden Künstler verfügbar sein, muß sich jeder professionell arbeitende Künstler ohne Einschränkung und gleichberechtigt um öffentlich geförderte oder geschützte Arbeitsflächen bewerben können. Begabten- oder Einzelförderung und Austauschprogramme sind das Ziel von Wettbewerben, Stipendien und anderer Formen spezieller Kuristförderung. Sie sind nicht das Ziel öffentlicher Atelierförderung, die eine Infrastruktur sichert und ausbaut. Deshalb soll der Zugang zu öffentlich gefördertem Arbeitsraum nicht staatlich reglementiert oder durch Nachweise besonderer Förderungswürdigkeit unter Spezialaspekten eingeengt werden. Förder- und Vergabeentscheidungen gehören daher in die Selbstverwaltung von Künstlern; ihre Kriterien sind Professionalität und Dringlichkeit.

Atelierbüro Kulturwerk des bbk
Berlin

  

Atelierbüro im Kulturwerk des bbk berlin GmbH

Köthener Straße 44

10963 Berlin

tel 030 230 899-21 Dr. Martin Schwegmann (Atelierbeauftragter)
tel 030 230 899-22 Birgit Nowack (Atelieranmietprogramm)

tel 030 230 899-20 Kati Gausmann (Mietpreisgebundene Ateliers und Atelierwohnungen)


fax 030 230 899-19

atelierbuero@bbk-kulturwerk.de

 

Dienstag : 10.00 bis 13.00 Uhr
Donnerstag: 13.00 bis 16.00 Uhr
und nach telefonischer Vereinbarung

 

  Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa Abteilung Kultur