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Frank Henkel, Berliner CDU-Vorsitzender, besucht Atelierhäuser im Wedding
Zusammen mit Sven Rissmann und dem Wirtschaftsstadtrat des Bezirks Mitte Carsten Spallek (beide CDU) besichtigte Henkel den fast 10 000m² umfassenden ehemaligen Verwaltungs- und Entwicklungstrakt der ehemaligen Druckmaschinenfabrik. Er informierte sich über die Strukturen des von den ansässigen Künstlerinnen und Künstlern selbst verwalteten und gemeinsam mit einer Schweizer Stiftung erworbenen ehemaligen Industriestandorts in dem sozial stark belasteten Gebiet Nettelbeckplatz/Nauener Platz/Pankeufer. Beraten vom Atelierbüro hatten die Künstlerinnen und Künstler ein Konzept entwickelt, um das Gelände vom Liegenschaftsfonds zum Verkehrswert zu erwerben und die gewachsene Nutzung und die Flächenangebote auch für Sozialbetriebe und Handwerk zu erhalten. Die Finanzierung einer Tagungsstätte ist noch nicht gesichert. Für die Baumaßnahmen wird ein zinsgünstiger Förderkredit einer privaten Schweizer Organisation zur Verfügung stehen. Der nutzerseitige Erwerb des Grundstücks war gegen erhebliche Widerstände des Liegenschaftsfonds und der Finanzbehörden politisch durchgesetzt worden, die das Grundstück lieber als Bestandteil eines Pakets an einen in Island beheimateten private-equity-fonds verkauft gesehen hätten. Ihr Entwicklungsziel war die Beendigung der Nutzung als kulturelle und soziale Infrastruktur und die Errichtung von Luxuswohnungen und die anschliessende Aufteilung in Einzeleigentum. Henkel und seine Kollegen zeigten sich beeindruckt über die Möglichkeiten, ein so großes Projekt in Regie der Künstlerinnen und Künstler zu gestalten. Die Projektentwicklung wird mit Mitteln aus dem bezirklichen Wirtschaftsförderprogramm „Wirtschaftsdienliche Maßnahmen" flankiert. Die Folgen der sprunghaften Entwicklung künstlerisch-kultureller Nutzungen entlang der Panke (Bildhauerwerkstatt, Christiania.de, Uferhallen, Wiesenburg, Stadtbad Gerichtstr., Gerichtstr. 12/13, Exrotaprint, Wiesenstr. 29 e.g.) für die Sozialstruktur im Gebiet wurden diskutiert. Henkel unterstützte den Gedanken, eine Millieuschutzsatzung anzustreben, um den mietpreistreibenden und verdrängenden Effekten der kulturellen Aufwertung steuernd entgegenzuwirken. | |||||
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