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VBKI fordert Kunsthalle
Verein Berliner Kaufleute und Industrieller e.V. - Presse-Info

Der Kulturausschuss des VBKI hat sich in seiner gestrigen Sitzung für die Errichtung einer
permanenten Kunsthalle in Berlin ausgesprochen. Die erneute Konsolidierung des
Landeshaushalts bleibe unbestritten die politisch vorrangige Aufgabe für den Rest dieser
Legislaturperiode. Gleichwohl müsse ein Korridor für notwendige Investitionen in
Infrastruktur, Bildung, Wissenschaft und Kultur offenbleiben. Die Kunsthalle gehört gerade
aus Sicht der Wirtschaft zu diesen notwendigen Investitionen. Sie sei ein „must have", kein
„nice to have". Kunstbetrieb und Kulturwirtschaft trügen mittlerweile 21% zur städtischen
Wirtschaftskraft bei. Die Kunsthalle schließe die Lücke zwischen der künstlerischen
Produktion und ihrer umfassenden Präsentation. Dadurch würde der Gefahr vorgebeugt,
dass Berlin als Zentrum der Gegenwartskunst bald wieder durch andere Orte - New York,
London oder Venedig - abgelöst würde. Es habe Deutschland unbestreitbar Wertschöpfung
und Arbeitsplätze gekostet, dass der MP3 Player zwar hier entwickelt, aber in Japan
produziert und vermarktet worden sei, sagte der Ausschussvorsitzende, Bernd Wieczorek.
Der Verzicht auf die Kunsthalle habe für Berlin einen ähnlichen wirtschaftlichen Effekt. Kunst
sei Innovation und damit Wertschöpfung. Diese müsse in der Stadt bleiben. Berlin müsse die
europäische Stadt sein, in der die experimentelle, die suchende, die (noch) nicht etablierte
Kunst ihren Platz habe. Ohne Kunsthalle bliebe Berlin arm, aber würde immer weniger sexy.
Mit ihr erhöhte sich die Chance, reicher zu werden, aber sexy zu bleiben.

VBKI-Pressekontakt: Ilan Kiesling, Tel.: (030) 72 61 08 17, Email: presse@vbki.de